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Wald-Umfrage Südwestfalen: Wunsch nach mehr Bildungsangeboten

31.01.2012
(v.l.): Adalbert Koch (Südwestfalen Agentur), Antonius Klein (Untere Landschaftsbehörde Kreis Olpe), Frank Beckehoff (Landrat Kreis Olpe / Aufsichtsratsvorsitzender Südwestfalen Agentur), Dirk Glaser (Geschäftsführer Südwestfalen Agentur), Fred Hansen (Landesbetrieb Wald- und Holz)

(v.l.): Adalbert Koch (Südwestfalen Agentur), Antonius Klein (Untere Landschaftsbehörde Kreis Olpe), Frank Beckehoff (Landrat Kreis Olpe / Aufsichtsratsvorsitzender Südwestfalen Agentur), Dirk Glaser (Geschäftsführer Südwestfalen Agentur), Fred Hansen (Landesbetrieb Wald- und Holz)

Wie nehmen die Südwestfalen ihren Wald wahr? Gehören Windräder in diesen Landschaftsraum und wie stehen die Bürgerinnen und Bürger zum Anbau von Weihnachtsbäumen? Mit Hilfe einer Online-Umfrage ist die Südwestfalen Agentur seit Oktober 2011 diesen Fragen auf die Spur gegangen. Die Ergebnisse – und wie diese im Rahmen der Regionale 2013 genutzt werden sollen – wurden heute in Olpe vorgestellt.

„Der Wald hat in unserer Region eine sehr große Bedeutung: für die Wirtschaft, den Tourismus, den Naturschutz und natürlich für die Bürgerinnen und Bürger. Für viele Menschen ist er ein wichtiger Teil ihres Lebens. Im Zuge der Regionale entwickeln wir jetzt auch mit Hilfe dieser Umfrage eine Strategie, damit der Wald auch in Zukunft den verschiedenen Wünschen entsprechen kann“, sagte Frank Beckehoff, Landrat des Kreises Olpe und Aufsichtsratsvorsitzender der Südwestfalen Agentur.

636 Bürgerinnen und Bürger haben an der Umfrage teilgenommen, der Großteil davon (80 Prozent) aus Südwestfalen. Die mehr als 70 Fragen und Aussagen konnten mit einer Note von 1 (volle Zustimmung) bis 6 (keine Zustimmung) beantwortet und bewertet werden.  Besonders deutlich fielen die Ergebnisse bei der persönlichen Bindung zum Wald aus: Die Aussagen „Ich liebe den Wald“ (Durchschnittswert: 1,36) und „Wald gehört zu meinem täglichen Leben“ (1,62) fanden klare Zustimmung. Die Teilnehmer gaben zudem an, durchschnittlich 169 mal pro Jahr im Jahr im Wald zu sein.  Stark ist dagegen die Ablehnung, wenn es um eine Inszenierung des Waldes geht (4,86). Auch Kunst im Wald wird eher skeptisch betrachtet, der Durchschnittswert aller Antworten liegt bei 4,02.

Wunschbild „naturnaher Wald“
Der „naturnahe Wald“ ist ohnehin das Wunschbild vieler Teilnehmer (1,74). Dazu gehört auch, abgestorbenes Holz im Wald zu belassen (2,13) und – ein überraschendes Ergebnis –  ehemals heimische Tierarten wie Luchs und Wildkatze (2,08) zu akzeptieren. Nicht-heimische, widerstandsfähigere Baumarten sind, trotz der Kyrill-Erfahrungen, dagegen kaum gewünscht  (3,97).

Besonders kontrovers diskutiert werden derzeit die Themen Windräder und Weihnachtsbaumkulturen im Wald. Dies untermauern auch die Ergebnisse der Umfrage.  Sowohl bei den Windrädern (2,56) als auch bei den Weihnachtsbäumen (3,29) liegen sie im Mittelbereich. Die Teilnehmer der Umfrage sprachen sich dafür aus, dass das Holz vor allem in heimischen Betrieben weiterverarbeitet werden soll (1,96). Ihren Bedarf an Brenn- und Bauholz sowie Möbeln möchte ein Großteil aus heimischen Hölzern decken (1,98).

Deutliche Ergebnisse brachten die Fragen zum Waldwissen und zur Bildung. Die Aussage „Jedes Kind sollte während seiner Schullaufbahn mindestens eine qualifizierte Waldführung erhalten“ bekam klaren Zuspruch (1,47). „Ich möchte mehr über den Wald wissen“ erhielt einen Durchschnittswert von 2,04.

Konferenzen auf Kreisebene und Diskussionsrunde
„Die Online-Umfrage war der erste Schritt hin zu der Entwicklung einer südwestfälischen Waldstrategie. Bis Sommer 2012 sind weitere Aktionen und Veranstaltungen geplant, um mit möglichst vielen Menschen zu diskutieren, Meinungen zu hören und diese in unsere Arbeit aufzunehmen“, sagte Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur. Zunächst wird im März ein Workshop mit Verbänden durchgeführt, im Mai und Juni sollen Konferenzen in allen fünf Kreisen der Region folgen, an denen interessierte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen können. Zudem ist eine Diskussionsrunde zum Thema Wald mit den südwestfälischen Abgeordneten des Landtages, Bundestages und des EU-Parlaments geplant.

Auch für das in diesem Jahr startende südwestfälische Regionalmarketing wird der Wald von Bedeutung sein. Eines hat die Umfrage nämlich deutlich gezeigt: Wald prägt das Image Südwestfalens positiv (1,76).

>>> Download: Die Kurzzusammenfassung der Ergebnisse

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Südwestfalentag 2011

Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier. 

Südwestfalen Kompass

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