Interview mit Dr. Alexander Hoffmann

Bitte schildern Sie uns kurz Ihren beruflichen Werdegang.
Nach dem Abschluss meines Mathematik Bachelorstudiums an der Universität Siegen habe ich für ein Jahr bei der Union Investment in Frankfurt als Junior-Portfolio Manager gearbeitet. Anschließend habe ich mich für die Fortsetzung meines Mathematikstudiums an der Universität Siegen entschieden, das ich 2011 mit meiner Promotion abgeschlossen habe. Schon während des Masterstudiums habe ich mich mit meinem Geschäftspartner Christian Friedrich für die Selbstständigkeit entschieden. Wir hatten den Wunsch und das Ziel, selbstständig und autark zu arbeiten. 2009 gründeten wir daher gemeinsam die Friedrich & Hoffmann GbR, woraus 2011 unser heutiges Unternehmen, die statmath GmbH, im Herzen von Siegen entstand. Heute führen wir gemeinsam ein Unternehmen für statistische Prognosen, das 14 Mitarbeiter beschäftigt und sich Tag für Tag neuen Herausforderungen stellt. Wir behandeln die Kernthemen Demografie und Energie und bauen diese Geschäftsfelder sukzessive aus.

Warum haben Sie Südwestfalen als Ort für die Gründung Ihres Unternehmens gewählt?
Mein Geschäftspartner und ich haben beide an der Universität Siegen studiert und sind auch gebürtig aus der Region. Das verbindet untereinander und mit der Region.
Mit Hilfe von verschiedensten  Seiten wurden wir bei unserer Gründung von Beginn an unterstützt und gefördert. Die Wirtschaft in der Region ist sehr gut vernetzt, viele mittelständische Unternehmer kennen sich untereinander – und empfehlen sich auch gegenseitig innovative Ideen, so wie unsere Idee von statistischen Prognosen für verschiedene Bereiche des gesellschaftlichen Lebens wie demografische Entwicklung oder Energiewirtschaft. Viele etablierte Unternehmen haben uns hier vor Ort unterstützt und uns das notwendige Vertrauen geschenkt. Dies ist von unschätzbarem Vorteil für einen Gründungsprozess.

Bereuen Sie die Entscheidung, sich in Südwestfalen selbstständig gemacht zu haben?
Auf gar keinen Fall. Ich würde mich jederzeit wieder in Südwestfalen selbstständig machen. Auch wenn ich außer Acht lasse, dass ich hier geboren bin, ist diese Region jedem zu empfehlen, der im Bereich seiner Gründung auf ein gut ausgebautes Netzwerk angewiesen ist – also nahezu jeder Gründer.

Was schätzen Sie am Leben in Südwestfalen?
Das Leben in Südwestfalen hat viele positiven Seiten. Neben einem ausgebauten geschäftlichen Netzwerk gibt es hier eine Universität, die Fachkräfte in verschiedenen Bereichen ausbildet.
Außerdem ist für mich Südwestfalen eine Region der Gegensätze mit einer extrem hohen Lebensqualität. Hier kann man viele verschiedene Dinge unternehmen. Von Wandern auf dem Rothaarsteig über Mountainbike fahren durch die Wälder unserer Region bis hin zu der kulturellen Vielfalt, die in den großen und kleinen Städten der Region geboten wird.

Liegt Ihnen noch etwas auf dem Herzen?
Südwestfalen bietet gerade für junge Menschen viele Chancen die ergriffen werden wollen. Gute Ausbildungsmöglichkeiten, sichere Berufsperspektiven und eine vielfältige Auswahl an Unternehmen.
Als Gründer mit einer herausragenden Idee und einem durchdachten Businessplan wird man schnell in die Kreise der Unternehmer aufgenommen und das Knüpfen von Kontakten wird einem durch ein gut organisiertes Gründernetzwerk leicht gemacht. Hier in dieser Region sollten noch mehr Menschen meiner Generation und den nachfolgenden Generationen die Courage zeigen, etwas zu bewegen und den Sprung ins kalte Wasser der Existenzgründung zu wagen. Gleichzeitig sollten auch die Unternehmen noch mehr jungen Menschen mit kreativen Ideen die Möglichkeit geben, diese Dinge auch umzusetzen.

Dr. rer. nat. Alexander Hoffmann ist 29 Jahre alt. Er ist geschäftsführender Gesellschafter seines Unternehmens statmath GmbH und Dozent an der Universität Siegen. Er wurde in Siegen geboren und lebt auch heute noch dort. Seine Hobbys sind Paragliding, Laufen und Motorradfahren.