Herr Winzer, erzählen Sie uns Ihren bisherigen Werdegang und Ihre Entscheidung zur Selbstständigkeit.
Herr Winzer:
Das ist relativ schnell erklärt. Ich habe über 20 Jahre bei internationalen Unternehmen gearbeitet und Erfahrungen in unterschiedlichen Führungspositionen gesammelt, u.a. auch bei einem global tätigen und börsennotierten IT-Hersteller aus Berlin. In den letzten Jahren bin ich mehr und mehr mit Situationen konfrontiert worden, in denen ich gemerkt habe, dass viele Mitarbeiter, Kollegen und Führungskräfte in Veränderungsprozessen stecken und den Blick auf Ihre eigentliche Arbeit dadurch verloren haben. Klassisch sehen sie den „Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Leider hatte man keine adäquaten Hilfsmittel diesen Mitarbeitern weiterzuhelfen. Daraufhin beschäftige ich mich tiefer mit der Thematik. Zunächst im Internet und bei den örtlichen Weiterbildungsinstituten. Dann entschied ich mich zu einer Weiterbildung zum zertifizierten Business Coach im Bundesverband.

Was ist Business Coaching eigentlich genau? 
Herr Winzer: Coaching unterstützt bei der Gestaltung von Veränderungsprozessen und der Erweiterung der eigenen Handlungsmöglichkeiten. Ganz gleich, ob Sie selbst etwas verändern wollen oder ob sich neue Situationen in Ihrem Lebensumfeld ergeben. Daraus entwickelte ich mein Business Coaching 2.0. Dieses hat zwei Standbeine: Zum einen „Der Mensch in Veränderungsprozessen“, und zum anderen „Das Unternehmen in Veränderungsprozessen“. Bei Veränderungen in Unternehmen sind immer Menschen betroffen und ich analysiere und coache diese gemeinsame Schnittmenge, ich kombiniere Business-Coaching mit der Six- Sigma Methodik.

Warum haben Sie ihr Unternehmen in Südwestfalen am Möhnesee gegründet?
Herr Winzer: Ich bin selber gebürtiger Südwestfale und daher liegt diese Region nahe. Während meiner Tätigkeit bei einer sauerländischen IT-Firma habe ich meine Frau kennengelernt und diese lebte am Möhnesee. So hat es mich dorthin gezogen.
Außerdem gibt es hier viele Vorteile: Bei uns Sauerländern zählt noch das gesprochene Wort und der Handschlag. In anderen Regionen und Städten ist das, nach meiner persönlichen Einschätzung, weniger der Fall. Gespräche mit der Wirtschaftsförderung Soest bestätigten mir zudem den aktuellen Bedarf an Coaching und Beratungstätigkeiten. Hier gibt es viele kleine und mittelgroße Unternehmen, die in Veränderungsprozessen stecken. Burn-out und Work-Life Balance sind aktuelle Themen. Bei immer größer werdenden Anforderungen steigt der Druck der Arbeitnehmer und auch der Arbeitgeber. Das Privatleben sollte nicht darunter leiden. Es muss alles unter einen Hut gebracht werden.

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft gesetzt?
Herr Winzer: Ab Dezember 2015 werde ich meinen Klienten und Kunden auch die Reiss-Profile anbieten können. Das Reiss Profil liefert ein Persönlichkeitsprofil, das so individuell ist, wie ein Fingerabdruck. Entsprechend differenziert sind seine Aussagen zur individuellen Motivation, der Wertehaltung und dem prognostizierbaren Verhalten. Auf dieser Aussagekraft basiert auch der Wert der Reiss-Profile. 

Menschen, die ihre Persönlichkeit kennen, werden in die Lage versetzt, ihr individuelles Leistungspotenzial besser auszuschöpfen und tiefes „Werteglück“ zu erfahren. Ihr Handeln wird authentisch und sie können mit einer stimmigen Persönlichkeit überzeugen. Das Reiss Profile macht deutlich, warum andere Menschen anders ticken. Menschen zu verstehen hilft, Konflikte zu vermeiden und Beziehungen besser zu gestalten. Zudem möchte ich mich 2016 als Vortragsredner und Motivationscoach in der Region etablieren. Nicht außer Acht lassen sollten wir die schon erreichten Ziele. Im Rahmen der weiteren Professionalisierung von MW-Coaching!, wurde bereits eine offene Zusammenarbeit mit der Dr. Becker Klinik Möhnesee vereinbart. Auch können alle meine Seminare und Trainings über die Förderungsmöglichkeiten des Landes NRW und des europäischen Sozialfonds gebucht werden.

Herr Winzer, haben Sie Tipps für andere Gründer?
Herr Winzer: Ich kann nur für meine Branche sprechen. Es gibt viele Coaches und der Begriff ist oft negativ behaftet (Der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt). Es muss das persönliche Gespräch gesucht werden und Netzwerke müssen genutzt werden. Plattformen wie die der Wirtschaftsförderung Soest oder die des Vereins Wirtschaft für Südwestfalen sind hierfür gute Beispiele. Der Marketingclub Südwestfalen hat zuletzt zu einem Vortrag von Joey Kelly zum Thema „No Limits – Wie erreiche ich meine Ziele“ eingeladen. Neben den vielen geknüpften Kontakten habe ich auch Joey Kelly persönlich kennengelernt und mich mit ihm zum Thema Motivation ausgetauscht. Business wird in Südwestfalen von Mensch zu Mensch gemacht und das steht für diese Region. 

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Winzer für das Interview.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.mw-coaching.nrw 

Quelle: Dieser Arbeitgeber wird Ihnen präsentiert vom Verein Wirtschaft für Südwestfalen e.V. MW-Coaching! ist engagiertes Mitglied des Vereins. Weitere Informationen zum Verein finden Sie unter dem Menüpunkt Wirtschaft / Regionalmarketing.