Rückkehr in die Heimat Bad Berleburg

Lena Grosch arbeitet im Marketing bei der Firma BSW. Die gelernte Fremdsprachenkorrespondentin erzählt uns im Interview von Ihrem Lebensweg und Ihrer Rückkehr nach Südwestfalen.

Können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang kurz schildern? 
Im Jahr 2004 erlangte ich mein Abitur. Danach ging ich auf die Euroschulen in Bamberg und schloss meine Ausbildung zur staatlich geprüften Fremdsprachenkorrespondentin ab. Diese Ausbildung verkürzte ich auf ein Jahr. Anschließend bekam ich das Angebot von der BSW GmbH ein duales Studium zur Diplom Betriebswirtin VWA zu absolvieren. Danach erwarb ich noch meinen Bachelor im Jahr 2008/2009. Nach meiner Übernahme im Unternehmen wurde ich relativ schnell in der Abteilung Marketing eingesetzt. Auf den Bereich Marketing wollte ich mich gerne spezialisieren und führte somit über die HAF Hamburger Akademie ein Fernstudium mit dem Abschluss geprüfte Marketing-Referentin durch. Von Oktober 2014 bis Oktober 2016 befand ich mich in Elternzeit und arbeite nun halbtags bei BSW im Marketing.

Haben Sie sich bewusst für eine Karriere in Ihrem Unternehmen entschieden?
Ich hatte von Anfang an eine gute Bindung zu BSW und war beeindruckt davon, dass BSW ein Weltunternehmen mit Sitz in Bad Berleburg ist. Da ich ein sehr heimatverbundener Mensch bin, war es positiv für mich hier bleiben zu können und gleichzeitig meine Karriere fortsetzten zu können. Mich hat die praxisnahe Ausbildung gereizt. Die Firma hat mir alles ermöglicht, was ich mir an Ausbildungszielen gesetzt habe und die Arbeit ist bis heute sehr abwechslungsreich.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht Ihren Arbeitgeber aus?
BSW ist für mich ein erfolgreiches Familienunternehmen, das seit über 60 Jahren besteht und den Sitz in Bad Berleburg hat. Das kollegiale Miteinander ermöglicht mir einen angenehmen Arbeitsalltag. Dadurch, dass sich die meisten Kollegen untereinander kennen, fühlt man sich wohl und nicht fremd. Diese angenehme Atmosphäre erkennt man auch daran, dass viele meiner Kollegen bereits eine lange Betriebszugehörigkeit haben. Ein besonderes Augenmerk wird auf das Thema „Ausbildung“ gelegt. BSW ist sehr bemüht darum, dass sich Auszubildende von Anfang an gut einleben und wohl fühlen. Auf eine langjährige Zusammenarbeit wird hier sehr viel Wert gelegt.

Warum haben Sie sich ursprünglich für eine Ausbildung in Ihrem Unternehmen entschieden?
Ursprünglich wollte ich damals in Paderborn „International Business Studies“ studieren. Das duale Studium bei BSW hat mich durch die Kombination von Theorie und Praxis sehr gelockt. Durch das Angebot dieses Studiums konnte ich in der Region bleiben und trotzdem einen akademischen Abschluss erlangen.

Bevor Sie Ihre Ausbildung bei BSW begonnen haben, lebten Sie in Bamberg. Was hat Sie bewogen in die Heimat zurück zu kehren?
Meine Ausbildung als Fremdsprachenkorrespondentin in Bamberg war abgeschlossen. Ich wusste, dass mein Ausbildungsweg hiermit noch nicht beendet war und begann bei BSW zu arbeiten. Die Entscheidung in meine Heimat Bad Berleburg zurück zu kehren fiel mir persönlich leicht, weil ich in Bamberg natürlich meine Familie und Freunde sehr vermisst habe.

Was genießen Sie besonders an Ihrem Wohnort? Was schätzen Sie am Leben hier?
Besonders schätze ich an meinem Wohnort die bekannte und gewohnte Umgebung. Das schafft mir ein vertrautes Gefühl. Ich liebe die Landschaft und die Natur in Wittgenstein und war auch schon immer an Heimatgeschichte interessiert. Ich habe zusammen mit meinem Mann ein Haus in Bad Berleburg mit einem kleinen Garten gekauft. Dass ich mit meiner Familie und meinen Freunden zusammenleben kann — das macht für mich Lebensqualität aus.

Haben Sie in der Fremde außergewöhnliche Erfahrungen sammeln können? 
Ich konnte die fränkische Tradition von Weißwurstzupfeln bis hin zu Biergärtenbesuchen kennenlernen. Mir gefallen die Lebensart und das Brauchtum der Franken. In meinem Bamberger Freundeskreis wurde ich zwar gerne wegen meiner „preußischen“ Herkunft geneckt, aber im Gegenzug habe ich über ihren fränkischen Dialekt gewitzelt.
Außerdem war ich in Bamberg das erste Mal auf mich allein gestellt, hatte einen eigenen Haushalt und wurde dadurch selbstbewusster.

Haben Sie ein Hobby, welches Sie hier gut ausleben können?
Ja, ich habe Ende 2016 meinen Blog „Natürlich Deko“ gestartet. Hier schreibe ich über Do-it-yourself-Deko mit Naturmaterialien aus den Wittgensteiner Wäldern. Ich liebe es Haus und Garten immer wieder neu zu dekorieren. Schöne Deko kann so einfach und vor allem günstig sein. Am meisten freue ich mich, wenn ich mit wenigen Mitteln etwas zaubern kann. Aus den Naturmaterialien bastele ich kleine und große Deko-Teile und versuche mit wenig Aufwand große Wirkung zu erzielen — und das für kleines Geld. In meiner schönen Heimat bietet die Natur reichliche Deko-Beilagen. So kann ich das Wandern mit dem Sammeln von Deko Materialien verbinden. Ich freue mich einfach, wenn ich auf „Natürlich Deko“ die eine oder andere Anregung geben kann. Mit dem Blog verbinde ich Dinge, die ich gerne mag, nämlich das Schreiben und die kreative Arbeit.

Was mögen Sie besonders an Ihrem Job?
Am meisten an meinem Job mag ich die Vielfältigkeit. Ich habe den gesamten Bereich Marketing kennengelernt — von Messen über Mediengestaltung bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit. Ich durfte die Entwicklung unserer Abteilung von Anfang an begleiten und miterleben. Durch das Kapazitätswachstum unserer Abteilung habe ich mich nun auf den Bereich Content Marketing spezialisiert und plane und führe Projekte durch für meine Produktgruppen. Im Übrigen mag ich die Zusammenarbeit mit meinen Kollegen. Wir pflegen untereinander ein freundschaftliches Verhältnis.

Nehmen Sie ein besonderes Arbeitsmodell in Anspruch?
Ich arbeite zurzeit in einem Teilzeitmodell. Ich bin halbtags beschäftigt, 20 Stunden pro Woche, 4 Stunden pro Tag. Meinen Arbeitsbeginn konnte ich nach Rückkehr aus der Elternzeit auf später am Morgen verschieben, damit ich meine kleine Tochter in Ruhe zum Kindergarten bringen kann.

Haben Sie Ihr Karriereziel bereits erreicht?
Meiner Meinung nach sollte man sich immer weiter entwickeln, weil auch das Unternehmen mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird. Daraus ergeben sich ja meist neue Trends, technische Fortschritte usw. Aus diesem Grund nehme ich gerne an Schulungen teil, könnte mir aber auch vorstellen weitere Qualifikationen im Bereich Marketing zu erlangen. Ich möchte einfach gerne mit dem Unternehmen wachsen.

Was würden Sie jungen Menschen raten, die Schwierigkeiten haben, ihren beruflichen Weg zu finden?
Heutzutage ist das Informationsangebot deutlich vielfältiger als früher. Die Bereitschaft von Firmen auf Leute zuzugehen ist größer geworden. Wer sich für Bildungsangebote in der Gegend interessiert, sollte sich auf jeden Fall in der Lokalpresse informieren. Stellenangebote kann man unter anderem im Portal karriere-suedwestfalen.de ansehen. Hierüber rekrutiert BSW viele Mitarbeiter. Zusätzlich denke ich, dass man Informationsangebote, wie beispielsweise bei BSW den „Tag der Ausbildung“ wahrnehmen sollte. Zunächst würde ich mich aber selber fragen: Wo liegen meine Stärken? Was mache ich gerne? Trotzdem sollte man offen für Neues bleiben. Ich habe damals meine Stärken im Bereich der Fremdsprachen gesehen. Dass ich einmal im Bereich Marketing arbeite, hätte ich nicht gedacht.

Liegt Ihnen noch etwas auf dem Herzen?
Auch in unserer Region gibt es Unternehmen, die „Global Player“ sind und ein spannendes Arbeitsumfeld bieten. Die Unternehmen vor Ort bieten viele Bildungsmöglichkeiten, die man wahrnehmen kann.

Wie bedanken uns herzlich bei Frau Grosch für das Interview.


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Quelle: BSW Berleburger Schaumstoffwerk GmbH, Lena Grosch, Stand: 28.04.2017