Im Bann des „weißen Goldes“: Soest und Bad Sassendorf

Die Salzgewinnung hat Soest einst reich gemacht. Und im benachbarten Bad Sassendorf sprudelt das gesunde, salzhaltige Sole bis heute.

Eine sehr salzige Angelegenheit ist ein Besuch in Soest und Umgebung. Denn schon im 6. Jahrhundert hatten die Bewohner der Stadt das „weiße Gold“ aus einer eigenen Saline gewonnen. Wie das ging, erläutert die Abteilung Mittelalter des Burghofmuseums, das auch darüber hinaus allerlei über die Geschichte der Stadt mit ihren berühmten Bauten aus grünem Sandstein zu erzählen weiß. Welche Bedeutung das Salz für die Hansestadt hatte, beweist ferner das „Sälzerviertel“, das sich auf einem Altstadtrundgang erforschen lässt.

Über hundert Salzsiedeanlagen sind dort im Laufe der Zeit entdeckt worden. Und weil so viel Salzgenuss für Durst sorgt, stillt man ihn am besten mitten in der Altstadt in einem der wunderschönen und urigen Biergärten.

Der Nachmittag gehört dem Sole- & Moorheilbad Bad Sassendorf, fünf Kilometer östlich von Soest und ebenfalls ein „Salzort“. Beim Bummel durch den Ort sind Sole und Salz allgegenwärtig. Im Kurpark steht das Gradierwerk, an dessen großen Fronten Solewasser hinab rieselt. Ein Teil des Wassers wird verwirbelt und reichert die Umgebung mit salziger Luft an, wodurch ein Heilklima wie am Meer entsteht. Eintauchen darf man dann in der SoleTherme, die von der Bad Sassendorfer Natursole gespeist wird. Die Wassertemperatur in den fünf Innen- & Außenbecken beträgt angenehme 33°C. Eine besonders entspannende Wohltat ist der Besuch der Meersalzgrotte, in der die Luft durch Steinsalz und Sole-Vernebelung mit Salz angereichert wird. Die Grotte kann in normaler Kleidung besucht und unabhängig vom Bad-Besuch gebucht werden. Alternativ lohnt sich ein Besuch in dem Erlebnismuseum Westfälische Salzwelten.  

Quelle: Sauerland-Tourismus e.V.; Stand: 16.09.2016