Eisenstraße Südwestfalen

Die hüglige Landschaft, das rohstoffreiche Gebirge, die wilden Wälder, der ergiebige Regen haben ein verbindendes Element geschaffen - nämlich eine frühe florierende wirtschaftliche Entwicklung in der Metallerzeugung und -weiterverarbeitung, die schon seit dem Mittelalter innerhalb der Region arbeitsteilig ausgestaltet wurde.

Spuren dieser gemeinsamen Wirtschaftsgeschichte hat die „Südwestfälische Eisenstraße“ hinterlassen, eine Handelsstraße, die das Märkische Sauerland, den Kreis Olpe und das Siegerland schon vor über 500 Jahren eng miteinander verband.

Die rund 15 aktiven Eisenstraßenanrainer-Kommunen zwischen der Siegerländer und der Märkischen Region haben ein gemeinsames Ziel: die Menschen in und außerhalb der Region auf den Weg der Eisenstraße zu bringen und den Menschen auf diesem Wege das gemeinsame historische Erbe zu übermitteln. Der große Unterschied zu manch anderen Kulturrouten liegt darin begründet, dass die Eisenstraße kein künstliches Konstrukt ist und daher die Devise „an uns und bei uns ist alles echt“ mit Fug und Recht als Alleinstellungsmerkmal in den Vordergrund gerückt werden kann.

Die Fülle an ganz verschiedenen Erlebnisorten, welche die Kommunen zu dem Thema Eisenstraße zu bieten haben, spiegelt eine einzigartige, eng miteinander verflochtene und facettenreiche Industriekulturlandschaft wider, die mit Recht als „Industrieregion im Grünen“ bezeichnet wird. Technikmuseen, regionalgeschichtliche Museen, Heimatmuseen, Boden- und Baudenkmäler, Naturschutzgebiete, aber auch Wanderwege, Geschichten, Mythen und Sagen lassen sich überzeugend zu einem ganzheitlichen System „Eisenstraße“ zusammenfügen.

Die "Eisenstraße Südwestfalen" ist längst auf dem Weg, sich vom historischen Streckennetz in eine moderne Kulturroute zu wandeln. Dabei haben die Akteure der Eisenstraße ein ganzes Bündel an Maßnahmen aufgestellt, die jetzt und zukünftig bearbeitet werden sollen. Versierte Historiker und Heimatforscher leisten die historische Grundlagenforschung, die das Fundament für die Kulturroute Eisenstraße bildet. Touristische und kulturelle Angebote entlang der Route sollen die Menschen abholen, auf den Weg bringen und durch die Region und ihre Geschichte(n) führen.

Die historischen Eisenstraßen wurden zwar längst von den modernen Verkehrswegen - der Ruhr-Sieg-Eisenbahn, der  A 45, der Bundesstraße 54 - „überholt“, der Bergbau ist ebenfalls längst eingestellt und die Absatzmärkte haben sich verändert, dennoch haben die alten Wege ihr unübersehbares Erbe hinterlassen: in den Quellen, in den Museen, in der Kulturlandschaft und in den Köpfen der Menschen.

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Quelle: Text und Foto: Eisenstraße Südwestfalen