Schützenfest im Sauerland

Das Schützenfest gehört zum Sauerland wie die Berge und das Bier (was beim Schützenfest natürlich auch nicht fehlen darf!). In fast jedem Ort im Sauerland wird alljährlich ein Schützenfest veranstaltet. Hierbei handelt es sich um ein Volksfest, das aus dem Treffen der Schützenbruderschaften bzw. Schützenvereine entstanden ist und einen Tag oder auch mehrere Tage andauern kann. Im Rahmen eines Schützenfestes wird, meistens bei einem Vogelschießen, jedes Jahr ein „Schützenkönig“ ermittelt, der den Ort dann für ein Jahr „regiert“. Das Schützenfest läuft in jedem Ort ein wenig anders ab, aber fast überall gibt es einen festlichen Umzug, bei dem der amtierende Schützenkönig mit seinem Hofstaat von seinen Vereinsmitgliedern abgeholt wird und mit Musik durch den Ort zum Schützenplatz oder Festzelt marschiert.

Danach wird dann bei Musik und einem gepflegten Sauerländer Bier in der Schützenhalle gefeiert. Das Schützenfest entstand bereits im Mittelalter, als sich die Städte noch selbst vor Verbrecherbanden schützen mussten. Es wurden Vereine gegründet, die einer Bürgerwehr ähnelten und zur Stadtverteidigung gehörten (der Begriff „Schütze“ kam ursprünglich von „Schutz“, erst später von „Schießen“). Aus den Übungen und Musterungen entwickelte sich dann allmählich ein alljährliches Fest. Auch wenn die Schützenvereine zur Landesverteidigung bedeutungslos wurden, blieb die Tradition im Sauerland doch erhalten. Auf eine besonders lange Tradition blickt z.B. Attendorn zurück, wo die Schützengesellschaft bereits 1222 gegründet wurde. Auch in Balve gibt es bezüglich des Schützenfestes eine Besonderheit: Hier wird nicht in einer Schützenhalle gefeiert, sondern in der Balver Höhle.

Wenn Sie nun neugierig geworden sind und gerne einmal ein Schützenfest besuchen möchten: Eine Auflistung aller Schützenfeste im Sauerland finden Sie hier.

Quelle: Text und Foto: Sauerland-Tourismus e.V.