Historische Besteckfabrik Fleckenberg

"Bevor man den Löffel abgibt, sollte man hier gewesen sein" (Kommentar eines Gastes)

Die Besteckfabrik Hesse ist eine vollständig eingerichtete Fabrik zur Herstellung von Bestecken. Von 1938 bis 1982 produzierte die Fa. Carl Hesse KG hochwertige Essbestecke und Vorlegegarnituren und seit 1990 wurde das Gebäude als Technisches Museum öffentlich zugänglich gemacht. Vom Rohstück bis zum Versand kann der gesamte Werdegang eines Besteckes nachvollzogen werden.

Die Besteckfabrik Hesse ist eine der ganz wenigen Industrieanlagen in Westfalen mit vollständiger, archaisch anmutender Originalausstattung.

Das Herz der Fabrik ist eine im Original erhaltene Kraft- und Antriebseinheit im Erdgeschoss. Sie besteht aus einer Turbine mit Generator und einer Transmissionsanlage. Mit dem Wasser der Lenne erzeugte die Turbine über einen Generator elektrischen Strom mit dem man die Motoren, die Heizungen der elektrolytischen Bäder und die Beleuchtungsanlagen antrieb bzw. versorgte. Heutzutage wird der überschüssige Strom ins öffentliche Netz eingespeist.

Im Obergeschoß befindet sich die Schlosserei, ehemaliger Arbeitsplatz der Schlosser, des Graveurs und zeitweise auch eines Schnittmachers. Neben dem Schleifermeister waren sie die am besten ausgebildeten Arbeitskräfte der Besteckfabrik. Hier befinden sich auch die Packerei und das Lager, wo vornehmlich Frauen arbeiteten. Sie putzten die Bestecke, überprüften sie auf Fehler, wickelten sie halbdutzendweise in Seidenpapier und verpackten sie als 24-teilige Garnituren in Pappkartons.
Allen Gästen wird der Werdegang vom Blech bis zum fertigen Kaffeelöffel vorgeführt.

Die Besteckfabrik Hesse in Fleckenberg ist Partner von TATORT TECHNIK, Mitglied im Verbund Museumslandschaft Hochsauerland und eine weitere Attraktion von WasserEisenLand-Industriekultur Südwestfalen.

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Quelle: Text: Sauerland-Tourismus e.V; Bild: MK HOFFE communication partners GmbH / Sabrinity.com