Museum "Heimatstube" Schönholthausen

Im Museum Heimatstube Schönholthausen sind auf zwei großen Etagen zusammen ca. 260qm viele Exponate aus der Land- und Forstwirtschaft der Region, des dörflichen Handwerks und des heimischen Brauchtums von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis ca. 1950 ausgestellt. So befinden sich im Erdgeschoß unter anderem eine Schmiede mit Blasebalg und eine Schusterwerkstatt. In der oberen Etage wird ein Schlafzimmer im Stil um 1900, Gegenstände aus der Landwirtschaft, eine schmucke, kleine Schulstube mit einer wirklich interessanten Rechenmaschine, sowie eine Artzpraxis und eine Schneiderei gezeigt.

Zudem bietet das Heimatmuseum erstmals ein sehr informatives und interessantes Projekt unter dem Motto: Geliebter Bruder... Auswanderung aus dem Kirchspiel Schönholthausen. Eine Ausstellung, Zeitzeugenberichte und Hintergründe um Auswanderer aus dem Kirchspiel Schönholthausen. Neben dem Nachbau einer Schiffskojenschlafstätte, die auch gerne ausprobiert werden kann, gibt es viele Geschichten und Informationen über Auswanderer, deren Überfahrt ins neue Leben sowie aktuelle Kontakte zu heutigen Nachfahren.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kontakt zum Museum:
Email: info@museum-schönholthausen.de
Tel. 02721 6512 und 02721 6258

Öffnungszeiten: Jeden 1. Sonntag im Monat von 14.00 - 17.00 Uhr und für Gruppen nach Vereinbarung.

 
Gründungsgeschichte des Museums

Der Heimatverein Schönholthausen e.V. als Träger der Heimatstube Schönholthausen wurde im Jahr 1991 gegründet. Ausschlaggebend für die Gründung eines Heimatvereins war die 750-Jahr-Feier der Ortschaft Schönholthausen im Jahr 1990. Hier waren einige Vorbereitungen für die Jubiläumsfeier zu treffen und so kam man auf die Idee, einen Verein, der sich der Förderung des örtlichen Brauchtums und der Heimatpflege widmete, zu gründen.

Im Jahr 1992 musste das älteste noch im Ort befindliche Gebäude einem Neubau weichen. Bei den Abbrucharbeiten wurden alte Holzbalken mit Inschrift gefunden. Neben diesen Hölzern wurden dem Heimatverein die Balken des großen Deelentor überlassen. Die historischen Funde wurden dem Verein zur Aufbewahrung übergeben. Zur Erhaltung und Präsentation dieser wertvollen Stücke, mussten Räumlichkeiten geschaffen werden. Diese wurden in einem ehemaligen Kuhstall vom Hof Melcher, heute Hause Gerold,  gefunden. Mit diesem wunderschönen Fachwerkhaus, im Schatten der Kirche, war der ideale Platz für die Ausstellung dieser Exponate gefunden.

Die Idee wurde im Dorf gut angenommen und viele "Holter" fügten der Sammlung nach und nach historische und sehenswerte "alte" Sachen bei. Da wurden Speicher, Keller und längst vergessene Truheninhalte durchstöbert. Mit den Worten: "Das wär doch was für Eure Ausstellung" erhielt der Heimatverein mit der Zeit eine umfangreiche Sammlung. Die ursprünglich angemieteten 120 qm reichten nicht mehr aus. So wurde im ehemaligen Heuschober des Hauses Gerold eine weitere Ausstellungsfläche von 140 qm eingerichtet. So können heute auf rund 260 qm Fläche viele Sachen aus Uromas Küche und Schlafzimmer gezeigt werden.

Neben den Gerätschaften zur Feldbearbeitung sind viele Exponate aus dem dörflichen Handwerk, wie z.B. Schuster, Schreiner, Schmied, Schneider, Imker, Bäcker und der Flachsbearbeitung ausgestellt. Religiöse Schriftstücke, Bilder und Statuen fehlen ebenso wenig in der Ausstellung wie ein um die Jahrhundertwende üblich angezogenes Brautpaar. Alte Fotos von Hochzeiten und deren Vorbereitung runden das Bild ab. Eine kleine Dorfschule um die Jahrhundertwende, eine Arztpraxis aus den 30iger Jahren zeigen Kindern und Enkelkindern heute, wie es damals wirklich war.

Quelle: Stand: 27.07.2016