Schaubergwerk Wodanstollen und Bergmannspfad

Der Wodanstollen ist einer von etwa 50 bekannten Stollenbergwerken in Neunkirchen-Salchendorf und wurde 1732 angelegt. Die 'Pfannenberger Einigkeit', die 1962 stillgelegt wurde, war mit 1.300m Teufe die damals tiefste Eisenerzgrube Europas.

Der Wodanstollen

Die Führung bringt dem Besucher die gesamte technische Bandbreite des Stollen-Vortriebs und des Erzabbaus nahe, von seinen Ursprüngen mit 'Schlägel und Eisen“ bis zur maschinellen Bohr-, Spreng- und Abraumtechnik des 20. Jahrhunderts. Etwa 50 Meter nach Betreten des Stollens erreicht man eine Doppelmauer mit Stahltür, die während des 2. Weltkrieges als Druckluftsperre im damaligen Luftschutzbunker diente. Im ersten linken Quergang wird eine Strecke durchschritten, die mit einem 'Deutschen Türstock', dem Beginn des Holzausbaus der Stollenstrecke mit einer Türstockzimmerung, ausgebaut ist.

Verschiedene Werkzeuge und Maschinen vermitteln einen Eindruck von der harten und zunehmend technisierten bergmännischen Arbeit des 20. Jahrhunderts: Druckluftbohrhämmer, eine druckluftbetriebene Schrapper-Anlage mit Schrapper-Haspel und Schrapp-Gefäß zur Verkleinerung des abgebauten Gesteins sowie ein ebenfalls druckluftbetriebener Über-Kopf-Lader werden bei der Führung in Betrieb gesetzt.

Warme Kleidung und festes Schuhwerk sind erforderlich!

Bergmannspfad

Zum Wodanstollen führt ein etwa 8 km Bergmannspfad von der Alten Schule (Kölner Straße) über den Steimelskopf und den Pfannenberger Aussichtsturm. Sieben Informationstafeln informieren über die Latène-zeitliche und mittelalterliche Erzbergbau-Geschichte im Siegerland.

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Quelle: Taxt und Foto: Kulturregion Südwestfalen; Stand: 27.07.2016