Sehenswerte Orte in Südwestfalen - Teil 19: Das Museum Eslohe

„DampfLandLeute“ früher und heute – das Museum Eslohe

Das 1981 gegründete Maschinen- und Heimatmuseum Eslohe lädt unter dem Banner „DampfLandLeute“ Groß und Klein zu einem Trip in die Sauerländer Vergangenheit ein. Spannende Geschichten, die im Gestern unser Jetzt und Hier einleiteten, erzählen von Heimat, Leben und Arbeit. Ursprüngliche Handwerkskunst kann hier bestaunt, angefasst und erlebt werden. Eine interessante Zeitreise also, die nicht nur zu Vergangenem sowie unseren Vorfahren führt, sondern auch einen Bezug zur Gegenwart schafft. Denn gerade im Sauerland werden Traditionen gerne gepflegt: Vielerorts wurden Kultur, Umland und Zusammenleben nachhaltig beeinflusst.

„Das Museum wurde mit dem Ziel eröffnet, das frühe Leben und Arbeiten der Menschen in der Region darzustellen, den Besuchern auf interessante Weise zu vermitteln und Bezüge zur Gegenwart herzustellen“, beschreibt Franz-Josef Keite, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit, dann auch das Konzept des Museums.

Bei einer Dampflok-Fahrt durch die Esloher Landschaft kann man sich beispielsweise nicht nur frische Luft, sondern auch den Hauch vergangener Zeiten um die Nase wehen lassen, um im Anschluss im Museum zu erfahren, wie genau eine Dampflok funktioniert und warum der Dampf für die Sauerländer früher eine ganz besondere Bedeutung hatte.

Doch ist das nur eine von vielen Möglichkeiten, Erkundungslust und Wissensdurst zu stillen: In unterschiedlichen Arten der Präsentation (auch multimedial), die in einer Dauerausstellung die Themenbereiche Landwirtschaft, Waldwirtschaft, Dorfhandwerker, Volkskunde und Technik zeigen, gibt es reichlich zu entdecken und aufzuschnappen. Zur Techniksammlung zählen beispielsweise die alte Industrieschmiede, die Sammlung alter funktionsfähiger Dampfmaschinen- und Loks, Diesel- und Benzinmotoren sowie Elektrotechnik.

Über die Dauerausstellung hinaus finden im Museum Eslohe auch Wander- oder Sonderausstellungen sowie Musik-Konzerte und diverse Aktionen statt. Hervorzuheben sind hierbei die „Dampftage“ Ende Mai und September, an denen Kinder und Erwachsene u.a. in den Personenanhängern von der alten Dampflok Baujahr 1898 gezogen werden. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: „Tatort Technik – Alt mit Jung auf Spurensuche“. Tatort Technik wiederum ist ein außerschulisches Angebot des Regionale-Projektes „Südwestfalen macht Schule - Arbeitswelten im Blick“.

Verantwortlich für die seit Jahrzehnten andauernde Weiterentwicklung sowie den damit einhergehenden Erfolg zeichnet sich der Museumsverein Eslohe e.V., dessen ehrenamtliche Arbeit das Museum am Leben erhält und mit neuem Leben füllt. Fundament des abwechslungsreichen Objektbestandes bildeten einst die privaten Kraftmaschinen-Sammlungen des Esloher Fabrikanten und Stifters Eberhard Koenig. Zu den funktionsfähigen Maschinen und Motoren kamen im Laufe der Jahre die oben genannten Themenbereiche, ehe 2006 der letzte Bauabschnitt abgeschlossen werden konnte: Durch den Ausbau zweier Fabrikhallen erweiterte man seine Schauräume um weit über 1.000 Quadratmeter.

Endergebnis ist ein imposantes Areal, eingebettet in die Schönheit des Sauerlandes und ausgestattet mit einem beachtlichen Maschinenpark sowie einem reichhaltigen Fundus an weiteren zeitgeschichtlich relevanten Überbleibseln (wie z.B. dem „Mundartarchiv“). Das Museum Eslohe stellt somit einen außerschulischen Lernort für Kinder, Jugendliche und Erwachsene dar, der Langeweile definitiv nicht im Programm hat.

Zum Abschluss lehrt uns ein alter Spruch, warum der Besuch sich lohnt: „Das schönste Morgen bringt das Gestern nicht zurück“, heißt es da. Und im Zusatz lässt man uns dann wissen: DampfLandLeute hingegen schon!

Weitere Infos und Impressionen erhalten Sie hier: www.museum-eslohe.de

Quelle: Text: Carsten Dringelstein, Bildquelle: Archiv Museum Eslohe