Sehenswerte Orte in Südwestfalen - Teil 4: Wendsche Kärmetze

"Wendsche Kärmetze": Ein Vierteljahrtausend alt, doch kein bisschen leise

Wenden - Hier leuchten Kinderaugen, hier lassen Erwachsene die Sorgen des Alltags hinter sich und hier wird selbst der Großvater wieder zum kleinen Jungen: Die Wendener Kirmes (im Volksmund „Wendsche Kärmetze“ genannt) bietet unverzichtbar Altbewährtes sowie aufregend Neues. Trotz ihrer 263 Lenzen kommt die Wendsche Kärmetze nicht angestaubt, sondern in volksfesttypischem Flair mit leuchtend-bunten Fassaden und zeitgemäß familienfreundlichem Angebot daher.

Die Organisatoren bauen in Wenden mittlerweile auf einen großen Erfahrungsschatz mit diesem Volksfest und wissen daher ganz genau, was Groß und vor allem Klein wollen. Doch man gibt sich nicht damit zufrieden, mit dem bewährten Programm auf Nummer Sicher zu gehen, sondern ist stets darum bemüht, mit neuen Attraktionen und noch größerer Vielfalt die staunenden Besucher mit auf eine wilde Fahrt zu nehmen. Besonders wild wird es beispielsweise im Fahrgeschäft „Flash“ oder im großen Top Spin „Revolution“ – den Highlights 2014. Aber auch so beliebte Fahrgeschäfte wie der große „Break-Dance“, „Wellenflug“, „Musik-Express“, „Auto-Skooter“ und das Riesenrad „Columbia Rad III“ dürfen nicht fehlen. Das Riesenrad muss zu den eher ruhigen Fahrten gezählt werden. Kann man hier doch bei lauer Sommerluft und entspanntem Tempo in einer Höhe von 38 Metern einen fantastischen Ausblick über das komplette Gelände genießen. Eine eher beunruhigende Fahrt wartet hingegen in der Geisterbahn „Burg des Grauens“. Hier sorgen Feuer- und Wasseranimationen, zu den Besuchern sprechende Figuren sowie optische (Licht-)Effekte dafür, dass das Blut in den Adern gefriert.

Wem nicht nach Fahrgeschäft zumute ist oder wer einfach nur eine Verschnaufpause benötigt, dem wird eine breite Palette an Möglichkeiten geboten. So warten zum Beispiel etliche Verkaufsstände („Krammarkt“) auf stöbernde Besucher sowie zahlreiche Essens- und Getränkestände auf hungrige Bäuche und durstige Kehlen. An der einen Bude will das große Los gezogen, an einer anderen der große Wurf mittels Dartpfeil gelandet werden.

Bei all den kleinen und großen Vergnügungen darf jedoch ein absoluter Höhepunkt der Kärmetze nicht außer Acht gelassen werden: Die Tierschau. Diese lässt die traditionellen Wurzeln des Volksfestes gut erkennen. Denn die heute größte Kirmes in Südwestfalen startete 1752 als Kirchweihfeier mit Kram- und Viehmarkt. So steht auch heute noch der letzte Event-Tag ganz im Zeichen einer Tierschau.
Landwirte und Kleintierbesitzer präsentieren während des Viehauftriebs ihre herausgeputzten Tiere, die es zu bestaunen gilt. Mit dabei sind über 200 Tiere wie Kühe, Rinder, Ziegen, Schweine, Pferde und Kaninchen. Die Besten werden anschließend feierlich prämiert.

Zusammen mit dem Krammarkt entsteht so eine ganz besondere Atmosphäre, die drei Tage lang hunderttausende Besucher in die südlichste Gemeinde des Sauerlandes lockt. Auch die musikalische Untermalung sorgt für ein rundum tolles Familienfest, das sich mit jeder weiteren Durchführung selbst übertrifft.

Quelle: Quelle: Südwestfalen Nachrichten - ein Nachrichtenportal der Region: http://www.suedwestfalen-nachrichten.de/ Autor: Carsten Dringelstein