DenkRäume
Die vier Projektfamilien können nicht alle Zukunftsthemen Südwestfalens abdecken. Es gibt in der Region zahlreiche Problemstellungen und Aufgaben, die als Fragen im Raum stehen, deren Lösungen aber noch nicht durch Arbeitsbereiche der REGIONALE hinterlegt sind. Gleichwohl lohnt es, diesen Fragen nachzugehen.
Dafür will die REGIONALE Südwestfalen will den Erfahrungsaustausch organisieren, überregionale Referenzen aufspüren und auch außerhalb der Region nach guten Beispielen suchen. Wie soll das passieren? In Werkstätten, Veranstaltungsreihen, Innovationszirkeln oder aber Kamingesprächen sollen diese Themen diskutiert und die Ergebnisse dokumentiert werden. DenkRäume nennt die REGIONALE diese Foren. Denkräume freigeben heißt, sich einer kreativen und ergebnisoffenen Diskussion um mögliche Projekte zu stellen.
Was ist das Ziel?
Der Wissenstransfer soll zum Vorlauf für Innovationsprojekte und Netzwerke werden, in denen die Region Südwestfalen in der Fachwelt beachtete Pionierarbeit bei der Lösung von Zukunftsfragen leistet.
Wie sind die DenkRäume organisiert?
Die Vernetzung der verschiedenen Akteure der Region ist notwendige Basis jeden DenkRaumes. Um den Erfahrungsaustausch innerhalb der einzelnen Themenschwerpunkte aktiv voran bringen zu können, bedarf es einer aufeinander abgestimmten strategischen Vorgehensweise. Dazu zählen neben der Beauftragung von Forschungsarbeiten und Feldstudien auch die Kooperationen mit den Hochschulen der Region. Eröffnet werden die DenkRäume über die Südwestfalen Agentur. Sie entwickelt angemessene Kommunikationsplattformen, vernetzt die entsprechenden Partner der Region mit der nationalen wie internationalen Fachszene und initiiert darüber einen spannenden und vor allem kreativen Wissenstransfer.
Zum Start der REGIONALE 2013 will die Region sechs DenkRäume öffnen:
Energieregion Südwestfalen
Das Land Nordrhein-Westfalen übernimmt bundesweit eine Führungsrolle im Bereich der Energietechnologie und gilt darüber hinaus als eine der bedeutendsten Energieregionen Europas. Der Region Südwestfalen kommt dabei eine ganz besondere Bedeutung zu. Aufgrund ihres überdurchschnittlich hohen Anteils an Waldflächen und zahlreichen bereits bestehen¬den Institutionen, Unternehmen und Netzwerken, die sich mit der Thematik der Biomassegewinnung und der Energieeffizienz beschäftigen, hat Südwestfalen beste Voraussetzungen, sich als Energiemodellregion zu positionieren und über die eigenen Grenzen hinaus zu profilieren. Insbesondere das Zusammenspiel aus Wissenschaft und Praxis gilt es dabei zu stärken, um eine lebendige und zielgerichtete Diskussionskultur zu etablieren.
Zukunft Dorf
Ländliche Strukturen prägen weite Teile Südwestfalens und genau daraus kann die Region großes Potential schöpfen. Vitale Dörfer sind ein wichtiger Standortfaktor. Doch aufgrund der demografischen Entwicklung und eines allgemeinen gesellschaftlichen Wertewandels, des Strukturwandels in der Landwirtschaft sowie der zunehmenden Wanderungstendenzen hin zu den Arbeitsplätzen in großstädtischen Ballungsräumen kommt es zu einem Verlust der dörflichen Funktionsvielfalt. Gerade in diesen Herausforderungen sollte Südwestfalen allerdings eine Chance sehen, sich zu profilieren. Durch die Entwicklung neuer, überraschender und kreativer Strategien und Projektideen könnte die Region bundesweit eine Vorreiterrolle für die Lösung ähnlicher Strukturprobleme übernehmen.
Kreative Stadt
Der Begriff der Großstadt ruft bei den meisten unmittelbare Assoziationen von Urbanität, Wirtschaftskraft, kultureller Vielfalt und Lebendigkeit hervor. Mit den in Südwestfalen dominierenden Klein- und Mittelstädten hingegen verbindet man eher Begrifflichkeiten wie Beschaulichkeit, stabile soziale Strukturen mit Familien und älteren Menschen. Dass es häufig auch eine sehr lebendige Kulturszene gibt, wird oft vergessen. Diese ist aber gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ein wichtiges Kriterium für die Wahl ihres Wohnortes. Aus diesem Grund gilt es, die teilweise sehr spannenden Szenen durch innovative Projekte stärker in den Fokus der Wahrnehmung zu rücken und Südwestfalen so zu einem abwechslungsreichen und interessanten Lebensraum zu machen.
Gesundheitswirtschaft und Tourismus
Die Gesundheitswirtschaft durch die zahlreichen in der Region ansässigen Unternehmen, Forschungs- und Gesundheitseinrichtungen ein wichtiger Wirtschaftszweig. Dieser wird durch die Auswirkungen des demografischen Wandels auch weiterhin einen wichtigen Zukunftsmarkt darstellen. Bereits heute existieren in Südwestfalen hoch innovative und spezialisierte Betriebe, die sich mit dem Thema der Gesundheit auseinandersetzen. Diese gilt es unter anderem gezielt mit den Kurbadbetrieben, die neben den klinischen Aufenthalten großes touristisches Potential besitzen, zusammen zu bringen. So können der Austausch zwischen Theorie und Praxis intensiviert und neue Felder in der Gesundheitswirtschaft erschlossen werden. Südwestfalen ist aktuell eine der sechs Gesundheitsregionen NRWs und sollte dieses Prädikat durch innovative Projektansätze unterstreichen.
Heimat, die wir finden
Die Südwestfalen fühlen sich sehr mit ihrer Heimat verbunden. Gerade in Zeiten von Globalisierung, Wirtschaftskrise und Wertewandel entdecken die Menschen neu, wie wichtig es ist, sich an einem bestimmten Ort zu Hause zu fühlen. Dabei kann es sich um das Dorf oder die Stadt der Kindheit, den neu gewähl¬ten Wohn- und Lebensort, eine bestimmte Landschaft, Region oder Sprache handeln. Bereits die Begriffe der „Wahlheimat“, der „Alten“ oder der „Neuen Heimat“ machen deutlich, dass es sich hierbei um keine unveränderliche Gegebenheit handelt. Unter der Überschrift „Heimat, die wir finden“ eröffnet Südwestfalen einen Dialog über Identität und Integration.Die Region geht da¬mit der Frage nach, was sie dazu beitragen kann, Menschen eine (neue) Heimat – vielleicht auch nur auf Zeit – zu bieten.
IKT: Netzwerke für Südwestfalen
Die Informations- und Kommunikationstechnologie ist eine zentrale Basis für die ökonomische und soziale Zukunft. Die Breitbandtechnologie entwickelt sich zunehmend zur „Lebensader“ für Wirtschaft und Bildung und dient auch der Optimierung des kommunalen Handelns. Bislang ist die Region in weiten Teilen, gerade in den dörflichen Bereichen, infrastrukturell noch nicht für die anstehenden Anforderungen gewappnet. Zudem gilt es Know-How auch für kleine Verwaltungen und Betriebe zur Verfügung zu stellen und den technischen Fortschritt für alle nutzbar zu machen. Zahlreiche private und öffentliche Einrichtungen und regionale Initiativen haben sich bereits des Themas angenommen. Diesen soll in Verknüpfung mit anderen Disziplinen eine Plattform für den Austausch gegeben werden, um modellhafte, kommunizierbare Projektvorschläge zu entwickeln.
Verein des Jahres
Zum dritten Mal wird in Südwestfalen der Verein des Jahres gesucht.
Ausführliche Informationen finden Sie hier.
Südwestfalen Kompass
Südwestfalen-Mobil auf Tour "Über die Dörfer"
Die Südwestfalen gehen auf Tour "Über die Dörfer". Jeder kann Gastgeber des Südwestfalen Mobils werden. Lesen und sehen Sie hier mehr.
Hinschauen
- ››› Tour "Über die Dörfer": Die Südwestfalen Agentur zu Gast in Suttrop (19.04.2010)
- ››› Die Ankunft der ersten Wisente in Südwestfalen (13.04.2010)
- ››› Pressekonferenz zum Südwestfalentag und zur Schmallenberger Woche 2010 (26.03.2010)
- ››› Die Südwestfalen Agentur auf dem zdi-Forschungskongress in Paderborn (19.03.2010)
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