Heldengeschichte III: Helfen als „Freizeitbeschäftigung“
Karin Erlebach ist für viele Menschen eine „Heldin in Südwestfalen“
m.sapp[at]sauerlandkurier.de
Lennestadt. „Andere spielen Fußball oder Tennis - wir helfen anderen Menschen mit unserer Freizeitbeschäftigung“, sagt Karin Erlebach.
Doch was die 42- Jährige so als ihre „Freizeitbeschäftigung“ bezeichnet, ist ein großer ehrenamtlicher Dienst für die Gemeinschaft: Sie hilft Leben retten. Die Meggenerin ist seit zwölf Jahren im Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes in Lennestadt tätig. Sie arbeitet sowohl an der Basis, als auch im Vorstand mit. Sie absolviert Sanitätsdienste, beteiligt sich an Altkleidersammlungen, Dienstabenden und ist schon bei vielen Einsätzen dabei gewesen.
Sie ist verantwortlich für die Öffentlichkeitsarbeit des Ortsvereins und sorgt seit zwei Jahren dafür, dass die Internetseite des DRK Lennestadt (www.drk-lennestadt.de) immer aktuell ist.
In der Weihnachtszeit sammelte das DRK Hilfsgüter für Bedürftige in der Partnerstadt Otwock in Polen, auch hier war Karin Erlebach federführend im Einsatz. Sollte Sie mal nicht im DRK-Haus in Meggen sein, so ist sie doch immer als „Helfer vor Ort“ für Meggener Bürger erreichbar. „Hier erlebt sie fast täglich die Not ihrer Mitmenschen und hilft auch dann, wenn der Rettungsdienst wieder weg ist,“ schrieb uns Nicole Blomendahl, die Karin Erlebach für die Aktion des SAUERLANDKURIER „Mein Held in Südwestfalen“ vorgeschlagen hat. „Ich könnte stundenlang über ihren Einsatz erzählen, doch das würde bestimmt den Rahmen sprengen...“
Karin Erlebach hat im Rahmen ihrer Einsätze schon viel erlebt. Vom Beinbruch über Schlaganfall bis hin zu leblos aufgefundenen Personen – in jedem Fall muss sie schnell und sicher entscheiden, was zu tun ist, um den Menschen zu helfen. Eine gute Ausbildung und regelmäßige Übungen helfen dabei, im Notfall die richtige Entscheidung zu treffen und somit auch Menschenleben zu retten. „Wenn man etwas mit Herzblut macht, muss man immer am Ball bleiben.“ Die Rettungshelferin war auch vor Jahren im Einsatz, als im Rahmen des Meggener Schützenfestes zwei Frauen durch ein defektes Karussell schwer verletzt wurden.
„Ich sehe auch heute noch die Bilder von diesem Unfall vor mir“, erinnert sich Karin Erlebach. Damals war sie noch nicht lange beim DRK. Rund 15 Stunden pro Woche nehmen die Aktivitäten für das DRK ein – das ist ein großer Teil ihrer Freizeit. Doch auch für ihre Freunde und ihr Hobby, das Fotografieren, findet sie noch Zeit.
Ein weiterer Vorteil ist, ihr Mann ist ebenfalls sehr aktiv im DRK und so macht der Einsatz für andere Menschen doppelt so viel Freude.
Bildzeile: Einsätze des DRK können auch Spaß machen: Karin Erlebach beim Sanitätsdienst im Rahmen eines Karnevalsumzuges.
Erschienen im Sauerlandkurier
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