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Südwestfälisches Musikbildungszentrum Bad Fredeburg


07.12.2011
Die Akademie Bad Fredeburg wird zum Musikbildungszentrum für Südwestfalen. Der Regionale-Ausschuss hat dem Projekt den dritten Stern verliehen und damit grünes Licht für den Um- und Ausbau gegeben.
Das südwestfälische Musikbildungszentrum wird speziell ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Musikvereinen und -gruppen, Chören, Tanz- und Theaterensembles. Dafür werden bis ins Jahr 2013 umfangreiche Um- und Ausbaumaßnahmen an dem Gebäude vorgenommen. Die bestehende Aula wird abgerissen und an ihrer Stelle ein neues Musikfunktionsgebäude mit modernen Proberäumen errichtet. Im bestehenden Gebäudetrakt werden ein Jugendgästehaus und Übernachtungsmöglichkeiten für Erwachsene untergebracht. 8,19 Millionen Euro werden insgesamt investiert, von denen 5,26 Millionen Euro durch Fördergelder des Landes bestritten werden.
Mit großer Freude wurde jetzt die Entscheidung des Regionale-Ausschusses aufgenommen. „Es gibt in Südwestfalen so viele Musikvereine, Chöre, Ensembles und freie Initiativen wie nirgendwo anders in Nordrhein-Westfalen. Unsere Region braucht jedoch, um attraktiv zu bleiben, eine Unterstützung in diesem Bereich. Mit dem Projekt werden wir professionelle Bedingungen für die Laienmusik bieten“, sagt Georg Scheuerlein, Leiter des Fachdienstes Kultur und der Musikschule des Hochsauerlandkreises. Der Kreis hat das Vorhaben zusammen mit der Stadt Schmallenberg und der Akademie entwickelt.
Nach Abschluss der Arbeiten werden deutlich mehr Menschen die Angebote nutzen können als bislang. Auf einer Fläche von 1000 Quadratmetern können zum Beispiel zwei große Musikgruppen oder Chöre mit jeweils 40 bis 60 Mitgliedern gleichzeitig proben. Doch nicht nur quantitativ, auch qualitativ wird das südwestfälische Musikbildungszentrum deutlich erweitert. Musikaufnahmen in Studioqualität werden möglich sein, die Räume unter Akustik- und Schallschutzaspekten ausgestattet. Zudem wird der Bestand an Instrumenten erheblich vergrößert. Derzeit genügen weder Kapazität noch die akustischen Gegebenheiten den Anforderungen.
Eine besondere Rolle bei der Entwicklung des Projekts spielte das Thema „Gesund musizieren“: Viele Musiker haben Probleme mit Rückenschmerzen, Schulter- und Armbeschwerden oder Hörschäden. Präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel Gymnastik- und Entspannungsangebote, aber auch die Anschaffung besonders geeigneter Stühle, sind geplant. Das Musikbildungszentrum will in Zusammenarbeit mit Spezialisten bei diesem Thema eine Vorreiter-Rolle übernehmen und beispielgebend für andere Einrichtungen sein.
Das Miteinander wird im neuen Musikbildungszentrum groß geschrieben. In den Pausen sollen Musiker in speziell ausgestatteten Aufenthaltsräumen gemeinsam entspannen können. In Bad Fredeburg ist man sich sicher: Nur in einer angenehmen, motivierenden Atmosphäre sind richtig gute Lernerfolge möglich.
„Wir sind sehr froh, dass die Arbeiten in Bad Fredeburg bald beginnen können und das wirklich überzeugende Konzept umgesetzt wird. Musik ist ohne Frage eine der wichtigsten Stützen des Kulturlebens in Südwestfalen“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur. Das Betriebskonzept sieht vor, dass das Musikbildungszentrum nach dem Umbau kostendeckend betrieben werden kann.
Gesamtinvestition: 8,19 Millionen Euro
Fördersumme: 5,06 Millionen Euro (Städtebauförderung 2011/2012); 200.000 Euro (Kulturförderung)
Nachrichten zum Projekt:
13,2 Millionen Euro Fördermittel fließen für drei Regionale-Projekte (13.12.2011)
Ministerin Schäfer besucht das Südwestfälische Musikbildungszentrum (20.6.2011)
Arnsberger gewinnt Architekten-Wettbewerb (17.1.2011)
Mehr Informationen zu diesem Projekt:
Projektstandort:
Kommentare zu diesem Projekt
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Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier.
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