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Stadtumbau West – Iserlohn Genna
25.08.2011
- Das Vorhaben wird voraussichtlich in das Projekt LenneSchiene eingebunden. In Gänze wird das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 nicht weiter entwickelt.
Wie viele Tallagen in Südwestfalen ist der Iserlohner Stadtteil Genna stark durch seine industrielle Geschichte geprägt. In der Historie nutzten zahlreiche Unternehmen die Standortvorteile des Flusstals: die gute Erreichbarkeit und vor allem die Wasserkraft. In den engen Flusstälern entstanden über die Jahrhunderte pulsierende Gemengelagen aus Gewerbe und Wohnen. Mit gestiegener Mobilität und energiewirtschaftlicher Entwicklung sind diese Qualitäten in der Form nicht mehr gefragt. Geblieben sind wie in Genna viele städtebauliche und soziale Probleme. Aber auch einige Potentiale.
In Genna sind die Auswirkungen demographischer Veränderungen und des wirtschaftlichen Strukturwandels zu spüren: Wohnungs- und Gewerbeleerstände, Arbeitslosigkeit und soziale Missstände. Mit dem Projekt „Stadtumbau West – Genna“ will Iserlohn nun die Probleme angehen. Exemplarisch für die zahlreichen anderen Standorte, die mit den gleichen Problemen zu kämpfen haben, will Iserlohn die vorhandenen Potentiale des Talraums nutzen und eine Zukunft für Genna entwickeln. Die Maßnahmen für Genna waren zunächst zusammen mit dem Stadtumbau Südliche Innenstadt/Obere Mühle in einem Projekt „Iserlohn – die soziale Stadt“ zusammengefasst. Mittlerweile sind hieraus jedoch zwei separate Projekte entstanden.
Für beide Projekte hat die Stadt Iserlohn einen Förderantrag bei der Bezirksregierung Arnsberg gestellt, da mit den ersten Maßnahmen bereits 2010 begonnen werden soll. Aus den umfangreichen Ansätzen für den Stadtumbau in Genna soll sich im Rahmen der REGIONALE auf zwei Schwerpunktbereiche konzentriert werden:
- Die Neustrukturierung des Mischgebiets Genna / Umbau eines Gewerbegebietes im laufenden Betrieb
- Umnutzung des Bahnhofsgebäudes Letmathe zu einem Kultur- und Bürgerbahnhof
Für diese Ansätze wurden bereits Maßnahmen-, Zeit- und Finanzierungspläne erarbeitet. Ein wichtiges Element ist dabei die Einbeziehung der Menschen vor Ort. Sie sollen sich aktiv in den Stadtumbauprozess in Genna einbringen.
„Iserlohn leistet damit auch einen Ansatz zum regionalen Wissenstransfer. Die Stadt hat die Probleme erkannt und will mit dem Projekt nun die Lebensqualität steigern und vorhandene Potentiale wecken, die in Genna ohne Zweifel vorhanden sind“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
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