Sie befinden sich hier:

Ein Kreis packt aus

starstar 06.10.2010
Flash ist Pflicht!

Über 226 Kilometer erstrecken sich Flüsse im Märkischen Kreis. Daran hat sich in den vergangenen Jahrhunderten nichts geändert, wohl aber in der Wahrnehmung und im Aussehen der Gewässer. Die intensive Nutzung der Wasserkraft durch den Menschen hat Spuren hinterlassen. Der Märkische Kreis hat deshalb beschlossen: Wir befreien unsere Bäche und Flüsse.

Das Projekt „Ein Kreis packt aus“ hat Großes vor: Gewässer renaturieren, freilegen und erlebbar machen. Flüsse und Bäche sollen wieder ein ansehnliches und bestimmendes Element in der Landschaft und in den Kommunen werden. Das Projekt hat jetzt vom Regionale-Ausschuss den zweiten Stern verliehen bekommen. Diese Wertung wird vergeben, wenn die Idee erfolgreich weiter ausgearbeitet wurde und konzeptionell überzeugt.

Der Märkische Kreis packt damit eine Aufgabe an, die von der Vergangenheit geprägt ist und die Gegenwart maßgeblich bestimmt. Die industrielle Nutzung der Wasserkraft in den vergangenen Jahrhunderten hat ebenso ihre Spuren hinterlassen wie der Straßen- und Eisenbahnbau. Die Gewässer sind dicht bebaut, begradigt und werden kaum wahrgenommen. Hochwasser verursachen bereits heute immense Schäden.

Das Projekt soll deshalb positive Auswirkungen auf folgende Bereiche haben:

  • Hochwasserschutz: Durch Begradigung der Flüsse und die Besiedlung von Flussauen und –ufern verursachen Hochwasser hohe ökonomische Schäden. Aufgrund des Klimawandels ist künftig häufiger mit hohen Niederschlags-Mengen zu rechnen. Aktiver Schutz heißt deshalb: Naturnaher Ausbau der Flüsse, z.B. durch Rückbau von Bauwerken an Gewässern oder Verlängerung der Fließstrecken.
  • Ökologie: Die Gewässerfauna und –flora soll verbessert werden, die Artenvielfalt in den Flüssen damit steigen.
  • Freizeit- und Erholungswert: Durch ein attraktiveres Landschaftsbild steigt auch die Lebensqualität für Anwohner. Urbanität in den Städten wird ebenso verbessert wie Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten.
  • Trinkwasserqualität: Südwestfalen stellt ein riesiges Wasserreservoir dar. Ein intaktes Flusssystem der Region besitzt somit auch eine überregionale Bedeutung.

Spezialisten erstellen derzeit, beginnend an der Volme, „Fahrpläne“ für die Umsetzung der Maßnahmen und Renaturierungsmaßnahmen. Wichtiger Baustein der Planungen und Arbeiten ist die Einbeziehung der zahlreichen ehrenamtlich im Natur- und Gewässerschutz engagierten Gruppen. Dieses Vorgehen könnte auch für viele andere Gewässer modellhaft sein.

Der Märkische Kreis folgt mit seinem Projekt der europäischen Wasserrahmenrichtlinie, nach der die Flüsse nicht mehr nur in Abschnitten, sondern stets als überregionale Systeme betrachtet werden müssen. Planungen über Kreis – und Gemeindegrenzen hinaus werden eingefordert – genau das, was auch die REGIONALE 2013 erreichen möchte.

Damit das Projekt erfolgreich verläuft, will der Märkische Kreis eng mit weiteren Partnern wie den Kommunen, den gesetzlichen Wasserverbänden und ehrenamtlichen Institutionen zusammenarbeiten. „Mit einer solch umfassenden Betrachtung der Gewässersysteme hat das Projekt Modell- und Vorbildcharakter für Südwestfalen und auch darüber hinaus“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur in Olpe.

Nachrichten zum Projekt:

Asbecker Bach offengelegt (23.6.2010)

Projektstandort:

Kommentare zu diesem Projekt

Wir freuen uns über Ihren Kommentar zur Regionale 2013, Südwestfalen und zur neuen Internetseite...

Neuer Eintrag
 
BURG-WÄCHTER KG, Wormgermühle, Meinerzhagen Valbert
30.03.2011 - 13:55 Uhr
Anmerkungen der Firma BURG-WÄCHTER KG, Wormgermühle, Meinerzhagen Valbert Wir sind sehr enttäuscht darüber, dass nicht vorher mit den Eigentümern der Grundstücke über die Maßnahmen gesprochen wurde, bevor diese im Internet veröffentlicht wurden. Wir begrüßen aber, dass die Bäche für Fische wieder durchgängig gemacht werden sollen. Man sollte auch versuchen, die Freiflächen als Überschwemmungsgebiete für Hochwasser zu nutzen. Zur lfd. Nr. 6: Neutrassierung, Teich zu Blänke Der Teich kann auf gar keinen Fall in der Blänke umgestaltet werden, da dieser ein Feuerwehrteich ist und für das Industriegebiet Ihne unbedingt gebraucht wird; dieses wurde mit den Behörden so abgestimmt. Zur lfd. Nr. 7: Durchlass durch Kastenprofil ersetzen Den Durchlass durch ein Kastenprofil zu ersetzen wäre viel zu teuer. Der jetzige Durchlass hat eine natürliche Sohle, keine gerade Sohle, welche durch das Kastenprofil entstehen würde und ungünstig ist. Würde man den Durchlass vergrößern, würde sich die Flussgeschwindigkeit erhöhen und bei Hochwasser das Grundstück von BURG-WÄCHTER überschwemmen und somit die Produktion behindern. Man sollte mit dem Besitzer der Wiese vor dem Durchlass sprechen, ob diese als Überschwemmungswiese dienen kann. Zur lfd. Nr. 8: Neugestaltung Bachlauf, Aufweitung Der Bachlauf, der an der Firma BURG-WÄCHTER längst läuft, ist bereits neu gestaltet worden und wir sehen z. Z. keine Chance, diesen erneut zu verändern. Vielleicht ist auch gar nicht verstanden worden, welche Maßnahmen an dieser Stelle durchgeführt werden sollen. Zur lfd. Nr. 9: Aufbrechen der Sohle Sie schreiben in der lfd. Nr. 7, dass der Durchlass durch ein Kastenprofil ersetzt werden soll. In Punkt 9 ist ein Kastenprofil vorhanden. Wir betrachten es nicht als sinnvoll, dieses Bauwerk aufzubrechen, da es nicht sehr lang ist und da dort auch eine Staustufe errichtet werden kann, um im Brandfall das Wasser aus dem Bach als Löschwasser zu benutzen. Zur lfd. Nr. 10: Wehr beseitigen Dieses Wehr ist vor langer Zeit errichtet worden, damit in einem Brandfall im Industriegebiet Ihne eine Aufstaumöglichkeit besteht, um genügend Löschwasser zu haben.

Südwestfalentag 2011

Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier. 

Südwestfalen Kompass

Südwestfalen Kompass 3.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass 2.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass 1.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass beta >>> pdf

Tourismus Kompass >>> pdf