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Zukunftsperspektive Winterberg

star 18.03.2010

Der Kahle Asten ist im wahrsten Sinne ein touristischer „Höhepunkt“. 300.000 Besucher jährlich genießen den Ausblick von 841 Meter Höhe. Die Projektidee „Zukunftsperspektive Winterberg“ (ehemaliger Titel "Klimaberg Kahler Asten) legt nun ein völlig neues Konzept für den Gipfel vor: Er soll ein Wissens- und Erfahrungsort zum Thema Klimawandel werden. 

Auf dem Kahlen Asten soll sich künftig alles rund ums Klima drehen - mit allen Facetten wie künftigen Witterungs-Veränderungen oder der Nutzung regenerativer Energien. Er könnte somit zum ersten Themen-Berg Europas werden. Das Projekt hat nun im Zuge der REGIONALE 2013 den ersten Stern erhalten, als Auszeichnung für eine besonders innovative Idee im mehrstufigen Zertifizierungsverfahren. Projektträger ist die Stadt Winterberg, die mit der Idee auch ein Modellprojekt für andere Standorte – über Südwestfalen hinaus – schaffen möchte.

Gerade der Kahle Asten bietet sich für ein derartiges Projekt an. Auf dem Gipfel, dem schneereichsten Ort des Landes NRW, befindet sich bereits eine Station des Deutschen Wetterdienstes, die in das Konzept integriert werden soll. Die Klimastation erfasst jeden Tag die aktuellen Daten und Klimawerte der Region und hat dazu beigetragen, dass der Kahle Asten heute eines der beliebtesten Ausflugsziele und Attraktionen in Südwestfalen ist.

Die Stadt Winterberg ist zudem von den befürchteten Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen. Deutschlandweit bekannt für ihre hervorragenden Angebote für Wintersportler, ist der Tourismus der dominierende Wirtschaftsfaktor. Was aber passiert, wenn die Prognosen zutreffen und es künftig in der Region weniger Tage mit Schneefall geben wird? Um zum Beispiel auf diese Frage eine Antwort zu finden, soll der Kahle Asten nun zum „Klimaberg“ ausgebaut werden. Dabei wird der Fokus aber nicht nur auf die Stadt Winterberg gelegt, sondern auf die ganze Region Südwestfalen.

Mit dem Projekt sollen wichtige Fragen zum Klimawandel aus südwestfälischer Sicht aufgegriffen und Lösungsansätze gefunden werden. Das Ziel: Durch Konferenzen, Workshops und Veranstaltungen wird der Gipfel zum Klimazentrum Südwestfalens.

Darüber hinaus gibt es bereits weitergehende Ideen für den Kahlen Asten. So könnte im Rahmen des Projekts auch ein Besucher- und Erlebniszentrum auf dem Gipfel entstehen: eine Wissens- und Erlebniswelt für Jung und Alt, in der das Thema Klima nicht „trocken“ und theoretisch, sondern mit interaktiven Angeboten spannend präsentiert wird.

„Der Klimawandel wird auch unsere Region vor Probleme und Herausforderungen stellen. Mit dem Vorhaben der Stadt Winterberg geht Südwestfalen dieses Thema nun offensiv an. Es sollen Lösungen für die drängenden Fragen gefunden werden. Dafür bietet sich der Kahle Asten als geographischer Höhepunkt unserer Region besonders an. Das südwestfälische Klimazentrum ist ein Projekt für die Zukunft unserer Region“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

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