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Kompetenzplattform Energie und Klima Südwestfalen
06.10.2010
Das kleine Dorf Ebbinghof im Hochsauerlandkreis ist in Sachen Energie spitze: Regenerative Quellen wie Wind, Sonne oder Biomasse werden konsequent genutzt, das Dorf produziert mehr Strom als verbraucht wird. Ebbinghof hat den Titel „Bioenergiedorf NRW“ verliehen bekommen und ist ein gutes Beispiel für die „Kompetenzplattform Energie und Klima Südwestfalen“.
Nicht nur Ebbinghof ist beim Thema Energie spitze, auch die Region Südwestfalen. Ob effiziente Nutzung, Verwendung erneuerbarer Ressourcen oder Forschung: Es gibt zahlreiche, innovative und fortgeschrittene Ansätze. Deshalb soll Südwestfalen zur Energiemodellregion für ganz Deutschland werden. Das Projekt "Kompetenzplattform Energie und Klima Südwetfalen" der REGIONALE 2013 hat jetzt den ersten Stern erhalten – eine Wertung, die für eine besonders innovative Idee verliehen wird.
Das Projekt hat das Ziel, die unterschiedlichen Angebote der Region miteinander in Verbindung zu bringen und voneinander profitieren zu lassen. So könnten weitere Kommunen dem Beispiel Ebbinghof folgen. Unternehmen sollen stärker von den wissenschaftlichen Erkenntnissen profitieren, die in den Universitäten und Fachhochschulen der Region gewonnen werden. Zudem soll die „Kompetenzplattform“ auch überregional an Bedeutung gewinnen. Bisher ist nämlich kaum bekannt, welche Energie-Innovationen in der Region stecken. Ein gutes Beispiel bietet das Regionale-Projekt „ReEnvision“, mit dem eine Zukunftstechnologie der Energiegewinnung – entwickelt an der Universität Siegen – für Unternehmen verfügbar gemacht wird.
Südwestfalen bietet aufgrund seines Wald- und Wasserreichtums, seiner Forschungslandschaft und der zahlreichen Energie-Projekte beste Voraussetzungen für eine Vorreiter-Rolle. Der Anteil regenerativer Energieformen an der gesamten Versorgung ist zudem überdurchschnittlich hoch.
Akteure zusammenbringen, weitere Kommunen von klimafreundlicher Energiepolitik überzeugen, für die Energieregion Südwestfalen werben – das sind Ziele des Projektes. Ideengeber sind das Institut für Technologie und Wissenstransfer (Soest), die Fachhochschule Südwestfalen mit ihren Instituten „HSK.i“ und „i.green“ sowie das KonWerl Zentrum (Werl). Zusammen mit den fünf Kreisen Südwestfalens wird die Projektidee nun weiter ausgearbeitet.
„Wir sind beim Thema Energie in der Vergangenheit zu bescheiden gewesen. Unsere Stärken müssen wir bekannter machen und vorhandene Kompetenzen weiter ausbauen. Das wird mit der Kompetenzplattform Energie und Klima Südwestfalen nun geschehen“, erklärt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Mit der Vergabe des ersten Sterns ist das Projekt in den weiteren Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2013 aufgenommen. Diese erste Wertung wird für eine herausragende Idee vergeben, die sich nun weiterentwickeln muss. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und Fördergelder erhalten.
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