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WasserEisenLand

20.07.2011
Südwestfalen ist eine der stärksten und zukunftsfähigsten, aber auch ältesten Industrieregionen Europas. Schon vor 2600 Jahren schmolzen die Kelten Eisen im Siegerland. Ab dem 8. Jahrhundert ist die Verhüttung von Eisenerz auch im Sauerland nachweisbar. Das Regionale-Projekt „WasserEisenLand“ möchte nun die Industriegeschichte der Region stärker in den Fokus rücken.
Die Industriegeschichte hat die Landschaft und die Mentalität Südwestfalens entscheidend geprägt. Im Rahmen der Regionale 2013 will der Förderverein WasserEisenLand als Dachprojekt die südwestfälischen industriellen Denkmäler und Museen vernetzen, weiterentwickeln und touristisch vermarkten.
Das WasserEisenLand-Netzwerk umfasst derzeit 32 Denkmäler und Museen der Industriegeschichte. Durch die Arbeit im Rahmen der Regionale 2013 sind bereits neue Standorte hinzugekommen. Viele weitere Angebote aus den Bereichen Bergbau, Wasserwirtschaft sowie Handel und Verkehr besitzen das Potential, sich als Museum oder Denkmal zu qualifizieren. Auch bürgerschaftliche Initiativen sollen unterstützt und gefördert werden.
„Die Tatsache, eine der ältesten Industrieregionen Europas zu sein, fördert kollektives Selbstbewusstsein trotz aller regionalen Unterschiede. Die Industriegeschichte taugt als gemeinsames Erkennungsmerkmal für die südwestfälische Identität – sofern sie richtig aufgearbeitet wird“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Bereits seit 1996 kümmert sich der Förderverein „WasserEisenLand e. V.“ als Netzwerk um die Qualifizierung und Vermarktung der Industriekultur des märkischen Sauerlandes. Mit Unterstützung des Landes konnte der Verein eine Internetplattform, touristisches Kartenmaterial, verschiedene Publikationen, einen industriekulturellen Festivalverbund sowie Auftritte auf Tourismusmessen und Nordrhein-Westfalen-Tagen verwirklichen. Zudem entstand ein beispielhaftes Umnutzungskonzept für die Luisenhütte Wocklum zum Industriemuseum. Der Verein ist auch durch das Regionale-Projekt mittlerweile zur zentralen Anlaufstelle für Akteure in Südwestfalen geworden.
Das Projekt umfasst mehrere Teilprojekte, die sich separat weiterentwickeln. Verschiedene Ankerpunkte werden beispielhaft konzeptionell und museal entwickelt. Ein erstes vielversprechendes Beispiel ist das Technikmuseum Freudenberg.
Modul „Technikmuseum Freudenberg“ (2. Stern, 20. Juli 2011)
Das Technikmuseum in Freudenberg wird inhaltlich erweitert und neu strukturiert, um künftig auch als außerschulischer Lernort noch attraktiver zu werden. Mit dem Verein „Freunde historischer Fahrzeuge Freudenberg“ befindet sich viel bürgerschaftliches Engagement vor Ort, das gestärkt und unterstützt werden soll. Im Rahmen des Regionale-Projekts WasserEisenLand werden folgende Entwicklungen angegangen:
- Neues museales Konzept: Ausstellungsbereiche werden unter den inhaltlichen Schwerpunkten „Mechanisierung“ (Werkstatt, Dampfmaschine, Schmiede), „Mobilität“ (Fahrzeuge) und „Schonender Umgang mit Ressourcen“ strukturiert
- Raumkonzept: Geplant ist ein Neubau über zwei Etagen, so dass dann im Erdgeschoss ausreichend Platz für unterschiedliche thematische Ausstellungen und Kulturveranstaltungen besteht
- Außerschulischer Lernort Technik: Das Technikmuseum wird hier inhaltlich vom Schulamt Siegen-Wittgenstein, dem Studienseminar Siegen und der Universität Siegen unterstützt
- Einbindung in das Handlungskonzept Stadtmitte-Nord: Bessere städtebauliche Einbindung des Technikmuseums zwischen der Altstadt und dem Kurpark über neue Wegeverbindungen
Nachrichten zum Projekt:
Technikmuseum Freudenberg: Architektur-Wettbewerb gestartet (3.3.2011)
Mehr Informationen zu diesem Projekt:
Projektstandort:
Kommentare zu diesem Projekt
Wir freuen uns über Ihren Kommentar zur Regionale 2013, Südwestfalen und zur neuen Internetseite...Südwestfalentag 2011
Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier.
Südwestfalen Kompass
Südwestfalen Kompass 3.0 >>> pdf
Südwestfalen Kompass 2.0 >>> pdf
Südwestfalen Kompass 1.0 >>> pdf
Südwestfalen Kompass beta >>> pdf
Tourismus Kompass >>> pdf






