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Südwestfalen verNETZt
18.03.2011
Das Internet ist die Kommunikationsplattform des 21. Jahrhunderts - einen schnellen Zugang vorausgesetzt. In vielen ländlichen Gebieten Deutschlands ist dies jedoch noch längst keine Selbstverständlichkeit, auch nicht in Teilen Südwestfalens. Mit dem Regionale-Projekt „Südwestfalen verNETZt“ soll nun nicht nur die flächendeckende Versorgung sichergestellt werden – Südwestfalen möchte das schnelle Internet auch innovativ nutzen.
E-Mails, Web-TV, Google oder die Steuererklärung per Knopfdruck: das Internet macht’s möglich. „Breitband“ ist das Zauberwort – gemeint ist eine hohe Übertragungsrate der Daten. Die ist noch längst nicht überall verfügbar, gerade in ländlichen Regionen klaffen noch zahlreiche schwarze Flecken auf der Breitband-Landkarte. In Südwestfalen ist eine flächendeckende Versorgung das Ziel des Projektes „Südwestfalen verNETZt“. Alle Bürgerinnen und Bürger und alle Unternehmen der Region sollen Zugang zum Hochleistungs-Internet erhalten. Projektträger ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Hochsauerlandkreis mbH in Meschede in Zusammenarbeit mit den fünf südwestfälischen Kreisen und dem NRW-Breitbandkompetenzzentrum in Meschede.
Nicht nur im Privatleben vieler Menschen ist das Internet kaum noch wegzudenken. Das „World Wide Web“ hat längst eine entscheidende wirtschaftliche Bedeutung übernommen. „Ein leistungsfähiges Breitbandnetz ist ein ebenso wichtiger Standortfaktor wie eine gute Verkehrs- oder Energieversorgungs-Infrastruktur“, sagt Hubertus Winterberg, stellvertretender Geschäftsführer und Projektverantwortlicher der Südwestfalen Agentur in Olpe. Mit „Südwestfalen verNETZt“ gibt es nun einen umfassenden und von allen Kreisen getragenen Vorstoß, der vorbildhaft für andere, relativ gering besiedelte Regionen in Nordrhein-Westfalen sein soll.
Doch mit dem Projekt wird nicht nur die flächendeckende Breitbandversorgung verfolgt, „Südwestfalen verNETZt“ geht noch einen Schritt weiter. Ziel ist es, das schnelle Internet auch optimal und innovativ zu nutzen. „Wir möchten uns heute bereits Gedanken machen, wie in Zukunft verschiedene Lebens- und Arbeitsbereiche vom Internet profitieren können“, erklärt Winterberg. Hierfür wird in vier Aufgabenfeldern gearbeitet:
- Schulnetz + Medienzentrum: Ein südwestfälisches Medienzentrum für multimediale Anwendungen soll geschaffen und mit allen Schulen der Region vernetzt werden.
- Vernetzte Gewerbegebiete: Beplanung und Erschließung von Modellgewerbegebieten mit Breitbandinfrastruktur.
- Vernetzte Ortsteile: Anhand von Modellortsteilen soll die Internetnutzung der Zukunft erprobt werden. Innovative Anwendungen gepaart mit einem Ausbau des Online-Wissens der Bevölkerung und Unternehmen.
- Tele-Gesundheit: Einführung und Erprobung von südwestfalen-spezifischen Online-Diensten für die medizinische Versorgung.
„Südwestfalen möchte als Modellregion Lösungsansätze aufzeigen, wie im ländlichen Raum eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur aufgebaut und wie sie optimal genutzt werden kann“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Mit der Vergabe des ersten Sterns ist das Projekt in den weiteren Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2013 aufgenommen. Diese erste Wertung wird für eine herausragende Idee vergeben, die sich nun weiterentwickeln muss. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und die entsprechenden Fördergelder erhalten.
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