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Siegen – Zu neuen Ufern

starstarstar 15.12.2010
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Grafik: Atelier Loidl Landschaftsarchitekten

Grafik: Atelier Loidl Landschaftsarchitekten

Siegen macht sich auf „zu neuen Ufern“. Durch eine städtebauliche Neuordnung soll die Innenstadt mehr Lebendigkeit und Lebensqualität erhalten. Der Regionale Ausschuss hat dem Projekt jetzt den dritten Stern verliehen. „Siegen – Zu neuen Ufern“ kann damit umsetzt werden.

Siegen / Südwestfalen, 15. Dezember 2010. „ Ich gehe davon aus, dass ab Frühjahr 2014 die ersten Passanten über die Uferpromenade an der neugestalteten Sieg flanieren können“, sagte Siegens Bürgermeister Steffen Mues nach der Entscheidung des Regionale-Ausschusses. Die Stadt kann umfangreiches Projekt umsetzen. Es hat das Ziel, mit einer städtebaulichen Neuordnung mehr Lebensqualität in die Stadt zu bringen. Siegens Funktion als Oberzentrum und Universitätsstadt soll so gestärkt werden. Die Stadt kämpft mit Abwanderung von jungen Menschen und städtebaulichen Problemen, die durch den Zweiten Weltkrieg und Bausünden der folgenden Jahrzehnte entstanden sind.

Zentraler Baustein ist die Freilegung der Sieg in der Innenstadt. Der Fluss soll wieder einen prominenten Platz im Stadtbild erhalten. Die Siegplatte, die den Fluss bislang verdeckt, soll entfernt werden. Den freiraumplanerischen Wettbewerb hat das Berliner Planungsbüro Loidl entschieden. Der Entwurf sieht durch die Freilegung der Sieg Flächen und Plätze am Wasser vor, die für die Bürgerinnen und Bürger hohe Aufenthaltsqualität bieten.

Weitere bauliche Eingriffe sind geplant, die die Verbindung von Unter- und Oberstadt verbessern. Das Untere Schloss, derzeit als Gefängnis und Behördentrakt genutzt, wird eine neue Rolle übernehmen: Statt Gefängniszellen und Amtsstuben werden mit dem Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Siegen junge Studenten in das Gebäude einziehen. Darüber hinaus hat sich hier bereits  die Südwestfälische Akademie für den Mittelstand für Führungskräfte aus der regionalen Wirtschaft gegründet - ein deutschlandweit einmaliges Projekt. Die Akademie erweitert das Qualifizierungsangebot der Universität Siegen in Kooperation mit den anderen Hochschulen der Region um einen wesentlichen Baustein.

Zeitgleich entwickelt sich der Bahnhofsbereich weiter: Infrastruktur und Bahnhofsgebäude sollen modernisiert werden. Jenseits der Gleise wird aus dem Ringlokschuppen ein Eisenbahn- und Industriemuseum sowie ein Event-, Schulungs- und Lernort. „Die unterschiedlichen Projektbausteine werden die Lebensqualität in Siegen deutlich und nachhaltig verbessern. Dies ist beispielhaft auch für andere Kommunen in Südwestfalen“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Investitionssumme: 14,6 Millionen Euro; davon Fördermittel: Städtebau (7,6 Mio.), EU-Wasserrahmenrichtlinie (2,1 Mio.)

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Kommentare zu diesem Projekt

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Brieden, Kreuztal
24.07.2009 - 14:36 Uhr
Ich finde die Idee auch sehr amüsant! Bin gespannt, was daraus wird.
Lisa Schmidt, Kreuztal
08.07.2009 - 16:22 Uhr
Ich finde die Idee recht amüsant demnächst in einem ehemaligen Gefägnis zu studieren! Das ist doch der Kracher auf jeder Party später mal! Wobei, hier wären eigentlich die Wirtschaftswissenschaftler am besten aufgehoben.... ;-)
Dilldappe, Siegen-Oberstadt
08.07.2009 - 22:36 Uhr

Die Uni endlich in die Stadt zu holen ist ja eine super Idee, aber ich befürchte, das könnte zu einem großen Verkehrschaos führen! Wo sollen die Studis denn alle parken und haben wir überhaupt genug Cafés für das ganze Jungvolk? Der Dilldappe
Klaus Fischer, Siegen
08.07.2009 - 12:56 Uhr
Das ist ja klasse. Endlich soll diese hässliche Betonplatte verschwinden! Seit Jahren wird darüber diskutiert - jetzt passiert offenbar endlich was. Das ist der richtige Schritt für noch mehr Attraktivität in der Siegener Unterstadt. Da entwickelt sich mit Sieg Carre, City Galerie, Cinestar und der Bahnhofstraße ein richtiges Schmuckstückchen in Südwestfalen. Die Studenten in der Oberstadt und die Kinder können in der Sieg demnächst baden! Ich freu mich schon drauf!

Südwestfalentag 2011

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