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Gartenleben in Südwestfalen

star 25.08.2011
  • Alternative Projektentwicklung: Im Rahmen eines Buchprojekts werden vom LWL 30 Gärten erforscht und vorgestellt. Die Südwestfalen begeleitet das Projekt medial.
Fotos: LWL

Fotos: LWL

Südwestfalen öffnet seine Gartenpforten. Mit dem Regionale-Projekt „Gartenleben“ zeigt sich die Region von einer bisher kaum bekannten Seite.

Ob romantischer Schlosspark, gepflegte Kuranlage oder die vielen historischen Klostergärten: Südwestfalen verfügt über eine Vielzahl an unterschiedlichen und sehenswerten Gartenanlagen. Diese sollen nun systematisch erfasst und für Besucher erlebbar gemacht werden. Mit dem Projekt „Gartenleben“ öffnen sich von Soest bis Siegen die Gartenpforten. Hinter der Idee steckt das Amt für Landschafts- und Baukultur in Westfalen des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL). Dort ist man überzeugt: Attraktive Garten- und Parkanlagen liegen im Trend und ziehen zahlreiche Besucher an. Die Landesgartenschau in Hemer mit mehreren hunderttausend Besuchern stellt dies derzeit eindrucksvoll unter Beweis.

Zusammen mit den Kreisheimatbünden haben die Projektträger bereits eine Liste mit den besonders attraktiven Parks und Gärten in der Region erstellt. Diese sollen nicht nur von Touristen besucht werden, sondern vor allem südwestfälische Gartenfreunde anziehen und begeistern. „Das Projekt bietet eine tolle Möglichkeit, die eigene Geschichte und die eigene Kultur zu entdecken und somit auch das Heimatgefühl zu stärken“, erklärt Martin Müller, Projektverantwortlicher bei der Südwestfalen Agentur. Viele gute Ideen, wie dies gelingen könnte, wurden bereits entwickelt. Geplant sind unter anderem:

  • Eine Internetseite rund um die Gärten und Parks in Südwestfalen
  • Ein Gartenbuch mit den schönsten und interessantesten Anlagen der Region
  • Spezielle Spiel- und Lerngärten für Kinder
  • Entwicklung regionaler und thematischer Garten-Routen, die zum Besuch gleich mehrer Angebote einladen
  • Parkanlagen in Städten und Dörfern werden verschönert und, falls nötig, für Besucher zugänglich gemacht

In das Projekt eingebunden ist die Leibniz Universität Hannover mit ihrer Fakultät für Architektur und Landschaft. Die Experten stehen mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite, um kommunale oder private Grünanlagen und somit auch die Orts- und Stadtbilder aufwerten zu können.

Der Erfolg des Projektes hängt natürlich davon ob, wie viele Träger und Eigentümer von Grünanlagen sich für diese Idee begeistern lassen. „Mit „Gartenleben“ bietet sich eine hervorragende Möglichkeit, die Attraktivität unserer Städte und Dörfer weiter zu steigern, bürgerschaftliches Engagement zu stärken und nicht zuletzt den „Grünen Daumen“ der Südwestfalen zu präsentieren“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Mit der Vergabe des ersten Sterns ist das Projekt in den weiteren Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2013 aufgenommen. Diese erste Wertung wird für eine herausragende Idee vergeben, die sich nun weiterentwickeln muss. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und die entsprechenden Fördergelder erhalten.

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