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Südwestfälisches Energiezentrum Werl

31.03.2011
„Saubere“ Energie, lokal gewonnen, die sich speichern lässt und bei Bedarf verfügbar ist – unmöglich? Nicht, wenn viele kluge Köpfe, modernste Technik und der Wille, etwas Besonderes zu schaffen, zusammen kommen. Mit dem Projekt „Südwestfälisches Energiezentrum Werl“ (ehemaliger Titel: Hybridkraftwerk Werl) der REGIONALE 2013 ist das nun geschehen.
Das Projekt ist jetzt mit dem 2. Stern der Regionale 2013 ausgezeichnet worden. Diese Wertung wird vergeben, wenn die Idee erfolgreich weiter ausgearbeitet wurde und konzeptionell überzeugt. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und die entsprechenden Fördergelder erhalten.
Das Südwestfälische Energiezentrum möchte bestehende Solar- und Windkraftanlagen nutzen, intelligent miteinander verbinden und durch neue Einheiten ergänzen. Zudem soll ein Innovationszentrum entstehen, vollständig versorgt über regenerative Energien. Ein Computermodell simuliert die Szenarien für die Energieversorgung von morgen - basierend auf realen Werten. In das Modell fließen die Daten der Photovoltaik- und Windanlagen, sowie der Energieverbrauch der umliegenden Gewerbe- und Wohngebiete ein.
Der Clou an dem Projekt, das jetzt mit dem zweiten Regionale-Stern ausgezeichnet wurde, ist die Kombination von vielen innovativen Elementen der Energieerzeugung. Das geplante Kraftwerk wird Energie aus den natürlichen Ressourcen Sonne und Wind gewinnen. Aus der überschüssigen elektrischen Energie, die nicht sofort benötigt wird, kann Wasserstoff hergestellt werden. Der Vorteil dieses Verfahrens: Wasserstoff lässt sich langfristig speichern und kann bei Bedarf wieder in Strom umgewandelt werden oder für mobile Zwecke wie zum Beispiel Brennstoffzellen für Wasserstoff-Autos genutzt werden. Ob Elektrizität, Wärme oder „Kraftstoff“ für Fahrzeuge – das neue Energiezentrum könnte alle Bereiche beliefern.
Hinter dem Projekt steht das „KonWerl Zentrum“, das auf dem ehemaligen Fluggelände der belgischen Streitkräfte in Werl seinen Sitz hat. Hier soll auch die neue Anlage entstehen. Seit 2002 arbeiten Experten in dem Technologiezentrum an der nachhaltigen und effizienten Nutzung von regenerativen Energien – beste Voraussetzungen für den Aufbau eines wegweisenden Zentrums.
Die geplante Anlage soll ein Modellsystem für die „Energieversorgung von Morgen“ sein. Forschung, Entwicklung und Information eines breiten Publikums sowie Aus- und Weiterbildung sind zentrale Bestandteile des Projektes. Deshalb wird auch die Fachhochschule Südwestfalen mit eingebunden. Die umweltschonende Gewinnung und der verantwortungsbewusste Umgang mit Energie soll veranschaulicht werden.
Die Region Südwestfalen bietet beste Voraussetzungen für ein derart umfangreiches Projekt. Ein Schwerpunktthema der REGIONALE 2013 ist die „Energieregion Südwestfalen“, bei dem zahlreiche Akteure und innovative Ideen zusammengebracht werden. „Das Projekt wird dazu beitragen, Wirtschaft, Forschung und Weiterbildung in Südwestfalen zu verknüpfen und die Stärken der Region bei der Gewinnung regenerativer Energien weiter auszubauen. Es ist ein weiterer großer Schritt, Südwestfalen als Energiemodellregion überregional zu etablieren“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
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