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Sport bewegt Südwestfalen
15.12.2010
Hinter dem Projekt „Sport bewegt Südwestfalen“ stehen die fünf Kreissportbünde der Region. Gemeinsam möchten sie wegweisende Strategien entwickeln und umsetzen, wie die Sportvereine der Region sich erfolgreich für die Zukunft aufstellen können.
521.000 Mitglieder in 2.200 Sportvereinen: Diese Zahlen unterstreichen, dass Südwestfalen eine (vereins-)sportbegeisterte Region ist. Ob Breiten-, Leistungs- oder Gesundheitssport: Ein Drittel aller Einwohner schwingt im Verein den Tennisschläger oder hält sich beim Turnen fit. Dies kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Sportvereine der Region auch vor Problemen durch den demografischen Wandel stehen. Mitglieder, die sich auch ehrenamtlich als Trainer oder im Vorstand engagieren möchten, sind schwerer zu finden. Die Mitgliederstruktur wird älter und der Nachwuchs strömt nicht mehr so zahlreich in die Vereine. Dank Ganztags-Schulangeboten können sich Jugendliche längst auch außerhalb von Vereinen am Nachmittag die Zeit vertreiben.
Diesen gesellschaftlichen Entwicklungen müssen sich die Vereine stellen und durch neue Ausrichtung, neue Angebote und neue Strukturen reagieren. Die fünf Kreissportbünde arbeiten hierfür künftig gemeinsam zusammen. Die Ziele, die hinter dem Projekt „Sport bewegt Südwestfalen“ stecken, sind ambitioniert:
- mehr Menschen in Südwestfalen sportlich aktivieren
- die gesellschaftlichen Herausforderungen frühzeitig und nachhaltig anpacken
- die Lebensqualität der Menschen in Südwestfalen steigern
- innovative Konzepte in den Sportvereinen realisieren
Das Projekt hat vor allem drei Zielgruppen im Blick: Kinder, Senioren und Gesundheitssportler. „Uns ist wichtig, dass die unterschiedlichen Gruppen nicht gesondert betrachtet werden, sondern z.B. auch generationsübergreifende Angebote entwickelt werden“, sagt Martin Müller, Projektverantwortlicher bei der Südwestfalen Agentur in Olpe. Nach seiner Aussage müssen sich die Vereine „in alle Richtungen öffnen“. Neue Angebote für Jugendliche und für Ältere müssten aufgenommen werden, immerhin bringen Trendsportarten, wie derzeit Klettern oder Nordic Walking, neue Mitglieder.
Erste Überlegungen, in welchen Arbeitsbereichen vorgegangen werden soll, stehen bereits fest:
- Entwicklung und Erprobung neuer Sportangebote und Strukturen für Kindergärten, Schulen, Senioreneinrichtungen oder Betriebe
- Schaffung und Gestaltung von mehr Sportflächen, zum Beispiel auf Freiflächen in Wohngebieten („Bolzplätze“)
- Vernetzung der Sportorganisationen mit Bildungsinstitutionen und der Gesundheitswirtschaft
- Gewinnung und Qualifizierung neuer Mitarbeiter, wie zum Beispiel ausgebildeten Trainern
„Die Sportvereine leisten unschätzbar wertvolle Arbeit, im Jugendbereich, bei der Gesundheitsvorsorge oder beim Thema Integration. Damit dies auch in Zukunft so bleibt, kann das Regionale-Projekt Sport bewegt Südwestfalen wertvolle Impulse liefern. Mehr Menschen bewegen, so lautet das Motto“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
Nachrichten zum Projekt:
Sport bewegt Südwestfalen: 2200 Vereine werden befragt (8.8.2011)
Mehr Informationen zu diesem Projekt:
DatenblattPressemitteilung
Fotomaterial
O-Ton Dirk Glaser
Hintergrund: die Zertifizierung
Projektstandort:
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