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NaturSchauPlatz Werler Wald

star 15.12.2010

Fotos: Südwestfalen Agentur

Fotos: Südwestfalen Agentur

Naturerholungsgebiet statt Sperrzone: Mit Hilfe der REGIONALE 2013 soll der Stadtwald in Werl wieder ein Ausflugs- und Erholungsort für Bürgerinnen und Bürger werden. Wie vor rund 60 Jahren. Derzeit werden Besucher von „Betreten verboten“-Schildern empfangen. Mit dem Projekt „NaturSchauPlatz Werler Wald“ sollen diese Hinweistafeln künftig verschwinden.

Der Stadtwald ist eigentlich ein optimales Erholungsgebiet für Bewohner der angrenzenden Städte und Dörfer – wäre da nicht seine besondere Vergangenheit: 1952 wurden 80 Hektar Fläche für die Einrichtung eines Militärstützpunktes beschlagnahmt. Kasernen und Mannschaftsunterkünfte entstanden, das Gebiet war für die Besucher nun nicht mehr zugänglich. 1994 wurde der Militärstandort aufgeben, seitdem verfallen die Gebäude. Von den ehemaligen Mannschaftsunterkünften zeugen heute nur noch Ruinen. Die Kirchen verfallen. Die ehemaligen Fußballplätze sind heute Lichtungen im Wald, die Natur hat ihren Platz zurückerobert.

2002 kaufte die Stadt Werl die Flächen zurück. Ein Umnutzungskonzept wurde erstellt, um den Wald wieder erlebbar zu machen. Doch bis heute konnte nur ein Teil der ehemaligen Gebäude abgerissen werden, Ruinen prägen das Bild.  Ein einmaliger Ort ist entstanden.

Das Projekt „NaturSchauPlatz Werler Wald“ geht neue Wege. Der Wald soll für Besucher wieder attraktiver werden, ohne die besondere „Atmosphäre“ des Ortes mit seinen verfallenen Gebäuden und den daraus resultierenden einzigartigen Biotopen für Pflanzen und Tiere zu zerstören. Vielmehr soll die Fläche „behutsam entwickelt und renaturiert“ werden. „Die Stimmung, die das Gelände vermittelt, muss erhalten bleiben. Mit den richtigen Ideen kann das hier ein enorm spannender Ort für Jung und Alt werden“, sagt Adalbert Koch, Projektverantwortlicher bei der Südwestfalen Agentur.

Auf einem 53 Hektar großen Gebiet sind sowohl Flächen vorgesehen, die völlig der natürlichen Entwicklung überlassen werden, als auch Flächen, auf denen Besuchern ein umweltgerechter Naturgenuss ermöglicht wird. Die geschichtsträchtigen Gebäude bilden dabei eine einzigartige Kulisse, die durch zusätzliche Inszenierungen aufgewertet werden könnte. Möglich ist auch die Errichtung eines Aussichtspunktes.

Bereits existierende bürgerschaftliche Initiativen sind in das Projekt eingebunden. So  gründete sich 2004 der Verein „Waldlabor“, der in einem ehemaligen Kasernengebäude bereits heute Schulungen und Erlebnisunterricht in der Natur ermöglicht. Zudem bietet sich auch die Zusammenarbeit mit weiteren Ideen der REGIONALE 2013 an, etwa mit dem Radnetz Südwestfalen oder dem NaturLebensRaum Südwestfalen. Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarprojekt „Living Wood“ (Wildwald Vosswinkel) wurde vereinbart.

„Mit diesem Projekt könnten die Werler ihren Stadtwald zurückbekommen, ohne dass der einzigartige Naturraum zerstört wird. Es entsteht ein Ort, an dem Natur und Vergangenheit erlebbar wird, der Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Mit der Vergabe des ersten Sterns ist das Projekt in den weiteren Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2013 aufgenommen. Diese erste Wertung wird für eine herausragende Idee vergeben, die sich nun weiterentwickeln muss. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und die entsprechenden Fördergelder erhalten.

Projektstandort:

Kommentare zu diesem Projekt

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Martin, Hamm
16.03.2012 - 09:19 Uhr
Schade, dass die Markierung auf der Karte so völlig falsch platziert ist.
Südwestfalen Agentur, Olpe
16.03.2012 - 09:28 Uhr

Danke für den Hinweis. Die Position des Sterns auf der Karte wurde geändert.

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