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WaldKulTour Südwestfalen
20.07.2011
Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat vom Regionale-Ausschuss für das Projekt „WaldKulTour Südwestfalen“ den 1. Stern verliehen bekommen. In drei Phasen sollen modellhaft zunächst im Arnsberger Wald und Umgebung kulturhistorische Besonderheiten erfasst und für Touristen erlebbar gemacht werden.
Südwestfalen, 20. Juli 2011. Südwestfalen ist eine der am dichtest bewaldeten Regionen in Deutschland. Die Waldlandschaft als „weicher Standortfaktor“ ist ein identitätstiftendes Alleinstellungsmerkmal Südwestfalens. Jedoch sind viele der Orte oder Hinweise, die von geschichtlicher Bedeutung sind, im Wald verborgen. Das soll sich durch das vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW vorgestellte Projekt „WaldKulTour Südwestfalen“ jetzt ändern. Unter dieser Marke soll die südwestfälische Wald-Kulturlandschaft in ihren wesentlichen Entwicklungen erfasst, vermittelt und erlebbar gemacht werden.
Das Pilotprojekt soll zunächst im Arnsberger Wald und der näheren Umgebung starten. Im ausgewählten Gebiet sollen dazu kulturhistorische Zeugnisse wie Grenzwälle, Relikte von Bergbau, Grabhügelfelder und historische Formen der Waldwirtschaft in webgestützten Informationssystemen sowohl erfasst als auch für Touristen aufgearbeitet werden. Das Projekt entwickelt modellhaft für Südwestfalen eine Gesamtperspektive Waldkultur als Einklang zwischen Forstwirtschaft, Umweltbildung, Denkmalschutz, Erholung und Tourismus unter Beachtung des Landschafts- und Naturschutzes. Außerdem passt es sich ausgezeichnet in die Waldstrategie der Südwestfalen Agentur ein und könnte gleichzeitig in einige weitere Regionale-Projekte wie z.B. „Radnetz Südwestfalen“ und „Landschaftserlebnis Südwestfalen“ eingebunden werden.
Die erste der drei Phasen, in die das Projekt aufgeteilt ist, sieht die Erfassung und Beschreibung der waldkulturgeschichtlichen Objekte und Daten im Gelände vor. Die Datensammlung und -auswertung geschieht in Zusammenarbeit mit Ämtern und Verbänden. Zusätzlich gibt es Unterstützung durch ehrenamtliche, ortskundige Helfer, was als positiver Nebeneffekt auch zur regionalen Identitätsstiftung beiträgt.
Die zweite Phase setzt die gesammelten Erkenntnisse in der Landschaft um und macht sie erlebbar. Dazu werden Themenrouten oder Themenpfade eingerichtet oder an bestehende Wanderwege angeschlossen. In der letzten und dritten Phase steht die räumliche Präsentation der Erkenntnisse, z.B. durch Informationszentren, im Vordergrund. Mögliche Partner wie der Hochsauerlandkreis, der Sauerländische Heimatbund oder örtliche Naturschutzverbände haben bereits Interesse an dem Projekt bekundet.
„Wir haben mit der Auszeichnung der WaldKulTour Südwestfalen ein starkes Projekt in die Regionale aufgenommen. In Südwestfalen liegen viele kulturhistorische Zeugnisse im Wald verborgen. Mit dem Projekt können diese Schätze gehoben werden“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
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