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Salzwelten am Hellweg

28.03.2012
Der Ausdruck „weißes Gold“ zeugt von besonderer Bedeutung und Wert. Salz war schon im Mittelalter überall begehrt und vielerorts rar. In Südwestfalen, genauer gesagt in der Hellweg-Region, hat die Salzgewinnung eine lange Tradition, die nun durch das Projekt „Salzwelten am Hellweg“ in das Licht der Öffentlichkeit gestellt wird.
Auch heute noch spielt das weiße Gold in Südwestfalen eine große Rolle – zum Beispiel als natürliches Heilmittel Sole in den Kurorten der Region. Mit ihrem Projekt möchte die Gemeinde Bad Sassendorf Vergangenheit und Gegenwart verknüpfen und ein Dokumentations-, Wissens- und Wissenschaftszentrum zum Thema Salz aufbauen. Die gesundheitswirtschaftliche Kompetenz der Region soll dabei eine entscheidende Rolle spielen. Zudem ist der Aufbau einer historischen Salzroute geplant.
Für das 2-Sterne-Projekt „Salzwelten am Hellweg“ wurde im März 2012 eine Sonderregelung beschlossen. „Die Salzwelten sind fertig entwickelt, das Konzept überzeugt und ist stimmig“, erklärt Dirk Glaser. Es hakt allerdings noch an der Finanzierung: Auch dieses Projekt hängt von der Verabschiedung eines neuen Landeshaushaltes ab. Zudem muss auch noch auf Mittel aus dem europäischen „Ziel2-Programm“ gewartet werden. „Derzeit steht noch nicht fest, wann es soweit ist. Deshalb gilt für die Salzwelten: Sobald die Fördergelder bereit stehen, hat das Projekt seinen 3-Sterne-Status und kann umgesetzt werden. Dafür ist keine weitere Sitzung des Regionale-Ausschusses notwendig“, erklärt Glaser.
Bad Sassendorf wird in der Projektarbeit unter anderem durch zahlreiche Kommunen der Hellweg-Region unterstützt. In enger Kooperation wurden in den vergangenen Monaten zwei zentrale Projektbausteine erarbeitet, die die „Salzwelten am Hellweg“ zum Leben erwecken sollen.
Erster Baustein ist der Aufbau eines Salzwelten-Zentrums am Hof Haulle. Das denkmalgeschützte Gelände wurde bereits durch die Gemeinde restauriert und bietet nun beste Voraussetzungen für die geplanten Maßnahmen. So soll auf dem Gelände eine Erlebnis-Ausstellung „Salz-Region-Mensch“ entstehen, die die Geschichte der Salzgewinnung in der Region spannend aufbereitet und die heutige Bedeutung des Salzes, zum Beispiel für die Gesundheitswirtschaft aufzeigt. Vergangenheit und Zukunft werden somit verknüpft. Eine durchgeführte Machbarkeitsstudie hat die großen Chancen dieser Ausstellung für Bad Sassendorf und die Hellweg-Region unterstrichen. Des Weiteren soll das Salzwelten-Zentrum über ein wissenschaftliches Institut verfügen, welches das natürliche Heilmittel Sole und dessen Vermarktung erforscht. Gespräche mit Hochschulen wurden bereits geführt. Ein Bildungsforum „Salz und Gesundheit“, in dem unter anderem Veranstaltungen durchgeführt werden können, rundet den ersten Projektbaustein ab. Die Route könnte nach ersten Planungen von Unna aus bis Salzkotten führen. Gespräche mit Partner-Kommunen wurden bereits geführt und mögliche Stationen bereist.
Mit den „Salzwelten am Hellweg“ geht die Gemeinde Bad Sassendorf somit über eine historische Betrachtung des Themas weit hinaus und verbindet es mit einer derzeitigen Kernkompetenz der Region, der Gesundheitswirtschaft. Erst kürzlich wurde Südwestfalen vom NRW-Gesundheitsministerium zur Gesundheitsregion ernannt. Mit den „Salzwelten“ enstehen Verbindungen quer durch Südwestfalen: zu den touristischen Anbietern in Kurorten und Heilbädern sowie zu den zahlreichen Unternehmen der Gesundheitswirtschaft.
„Das weiße Gold wird mit den Salzwelten in all seinen Facetten aufgearbeitet und das auf eine spannende, auf Erlebnis und Entdecken ausgelegte Art und Weise. Davon kann ganz Südwestfalen profitieren“, erklärt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
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