Sie befinden sich hier:

Westfälisches Auenzentrum Lippstadt

starstar 08.07.2009
Flash ist Pflicht!
Fotos: Bezirksregierung Arnsberg/Stadt Lippstadt

Fotos: Bezirksregierung Arnsberg/Stadt Lippstadt

Ein überregionales Kompetenzzentrum für Fluss und Aue, das sich touristisch wie wissenschaftlich dem Leben am – und mit dem Fluss – widmet, ist ein Projekt der Stadt Lippstadt. Es soll gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschützer (ABU) im Kreis Soest verwirklicht werden. Das Projekt bekam  nun vom Regionale-Ausschuss im Rahmen des Zertifizierungsprozesses den zweiten Stern verliehen. Diese Wertung wird vergeben, wenn die Idee erfolgreich weiter ausgearbeitet wurde und konzeptionell überzeugt.

Die Aue an der Lippe gehört zu den wenigen Flusslandschaften, die dank ihrer umfangreichen Renaturierung auf mehr als 1.000 Hektar  wieder zu einem Lebensraum für viele bedrohte Pflanzen- und Tierarten geworden ist. Heute brüten hier wieder Störche. Sie sind ein sichtbares Zeichen für die erfolgreiche Rückgewinnung einer Naturlandschaft. Als Projektbeitrag für die REGIONALE 2013 planen die Stadt Lippstadt und die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschützer im Kreis Soest nun ein überregionales Westfälisches Auenzentrum. Das Informations- und Bildungszentrum für Fluss und Aue will Besuchern und Fachleuten die faszinierende Entwicklung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und ihre ökologische Bedeutung für Mensch und Klima präsentieren. Gleichermaßen sollen Erholungsmöglichkeiten geschaffen werden.

In Abstimmung mit dem NRW-Ministerium für Umwelt, Naturschutz, Landwirtschaft und Verbrauscherschutz (MUNLV) ist mittlerweile ein Fahrplan für die weitere Vorgehensweise erarbeitet worden. Ein umweltpädagogisches sowie ein touristisches Konzept werden aufgestellt, der nötige Raumbedarf ermittelt und ein Betreibermodell erarbeitet.

Derzeit wird durch die Stadt Lippstadt ein „Initiativkreis Westfälisches Auenzentrum Lippstadt“ gegründet. Er soll das Interesse in der Bevölkerung für das Projekt weiter steigern und auch Aufgaben in den Bereichen Organisation, Kommunikation und Finanzierung übernehmen.

„Mit diesem Projekt kann es gelingen, Lippstadts Chancen als touristische Destination zu stärken und gleichzeitig die ganze Region als Naherholungsgebiet wie auch als Reiseziel künftig stärker zu profilieren“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur. Das „Westfälische Auenzentrum“ soll sich jedoch nicht allein nur an Touristen und Schulklassen richten. Auch Fachleute können sich hier über die Synergien von Naturschutz, Tourismus und Wasserwirtschaft austauschen und die Erkenntnisse, die im Renaturierungsprozess der Lippe-Aue gewonnen wurden, für zukünftige Projekte verwerten. Für das Thema „Renaturierung als neue Art des Hochwasserschutzes“ könnte das Auenzentrum in Zukunft eine Vorreiter-Rolle einnehmen und Fachpublikum aus ganz Nordrhein-Westfalen nach Lippstadt locken. 

Als Standort des Westfälischen Auenzentrums will die Stadt Lippstadt eine erhöhte Fläche direkt auf der Terrassenkante an der Lippeaue bereitstellen. In unmittelbarer Nähe zur historischen Kernstadt wird das bereits vorhandene kulturelle Angebot so um ein attraktives, natur- und umweltbezogenes Thema erweitert. Geplant sind neben einem interaktiven Erlebnismuseum auch ein Museumscafé und ein Gästehaus mit Übernachtungsmöglichkeiten für rund 70 Personen.

„Das Westfälische Auenzentrum deckt einen Bereich der Umweltinformation und Umweltbildung ab, der so noch nicht besetzt ist. Zum Thema Fluss und Aue existiert in ganz Nordrhein-Westfalen keine Einrichtung, obwohl die Landesregierung erhebliche Mittel in sehr erfolgreiche Renaturierungsvorhaben investiert hat“, sagt Dirk Glaser.

Der Projektvorschlag beruht auf einer stringenten Weiterentwicklung der vom Land Nordrhein-Westfalen unterstützten Renaturierungsmaßnahmen entlang der Lippe. Allein in den vergangenen zehn Jahren wurden Entwicklungsmaßnahmen mit einem Finanzierungsumfang von 40 Millionen Euro umgesetzt. Schon heute werden die dabei gewonnenen Erfahrungen in die Region getragen und können für Renaturierungen an anderer Stelle genutzt werden.

„Für das Projekt Westfälisches Auenzentrum spricht zudem seine enge Verbindung mit weiteren naturtouristischen Angeboten im Lippe-Raum“, erklärt Dirk Glaser. Die Stadt Lippstadt ist Partner der „Initiative Lippe-Raum“, die die touristischen Handlungsfelder durch Konzeption, Weiterentwicklung und Umsetzung von Projekten voran bringen möchte.

Projektstandort:

Kommentare zu diesem Projekt

Wir freuen uns über Ihren Kommentar zur Regionale 2013, Südwestfalen und zur neuen Internetseite...

Neuer Eintrag
 

Südwestfalentag 2011

Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier. 

Südwestfalen Kompass

Südwestfalen Kompass 3.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass 2.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass 1.0 >>> pdf

Südwestfalen Kompass beta >>> pdf

Tourismus Kompass >>> pdf