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Weihnachtsland Sauerland

star 18.03.2011

Fotos: Sauerland Initiativ e.V.

Fotos: Sauerland Initiativ e.V.

Einmal pro Jahr, genauer gesagt im Dezember, findet sich ein Stück Südwestfalen in vielen Wohnzimmern der Republik. Nach Schätzungen stammt ein Drittel aller in Deutschland aufgestellter Weihnachtsbäume aus dem Sauerland. Deshalb soll künftig das „Weihnachtsland Sauerland“ offensiver präsentiert und vermarktet werden – mit Hilfe der Regionale 2013.

Das „Weihnachtsland Sauerland“ bringt die wirtschaftliche Ebene – das Sauerland als größtes Weihnachtsbaum-Anbaugebiet Deutschlands – mit touristischen Aspekten zusammen. Die vielen Angebote rund um das Thema Weihnachten sollen miteinander verbunden werden und an Attraktivität gewinnen. Zudem sollen neue, innovative Ansätze entstehen. Hierdurch könnte eine weitere touristische Aufwertung erfolgen, die Besucher in die Region lockt: nicht nur Weihnachten, sondern ganzjährig.

Das Projekt besteht aus drei eng miteinander verbundenen Bausteinen. Der erste ist die Profilierung der Region als größtes deutsches Weihnachtsbaum-Anbaugebiet. Die Branche, über die eher wenig berichtet wird, soll stärker in den Fokus gerückt werden. Baustein Nummer zwei sieht ein ganzjährig geöffnetes Weihnachtsausstellung vor. Ein geeignetes Gebäude ist bereits gefunden: Nach derzeitigen Planungen soll die Ausstellung im alten, denkmalgeschützten Bahnhof Lennestadt-Grevenbrück im Kreis Olpe Platz finden. Material liegt bereits in großer Menge vor: Die Kuratorinnen  Rita und Judith Breuer haben über mehr als 30 Jahre hinweg Fundstücke rund um das Thema Weihnachten gesammelt – darunter auch Material, das einen eher ungewöhnlichen Blick gewährt, zum Beispiel Weihnachten während der Zeit des Nationalsozialismus. Der dritte Baustein besteht aus der „Sauerland-Weihnachtsstraße“, einer Themenroute, die die unterschiedlichen vorweihnachtlichen Attraktionen in der Region miteinander vernetzt und bekannter machen soll.

Hinter dem Projekt „Weihnachtsland Sauerland“ steht der Verein „Sauerland Initiativ“, ein Zusammenschluss von Unternehmen und Privatpersonen aus der Region. Ziel des Vereins ist es unter anderem, auf die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit der Wirtschaftsregion Sauerland aufmerksam zu machen sowie die Zusammenarbeit und den Austausch der Unternehmen zu intensivieren.

„Wenn das Thema Weihnachten in dieser umfassenden Art und Weise aufbereitet wird, kann es starke Impulse für den Tourismus in der Region geben. Das Sauerland als größtes deutsches Anbaugebiet für Weihnachtsbäume mit einem Museum und einer Weihnachtsstraße zu verknüpfen, ist ein ambitionierter Ansatz“, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur in Olpe.

Mit der Vergabe des ersten Sterns ist das Projekt in den weiteren Qualifizierungsprozess der REGIONALE 2013 aufgenommen. Diese erste Wertung wird für eine herausragende Idee vergeben, die sich nun weiterentwickeln muss. Erst mit dem dritten Stern kann das Projekt im Rahmen der REGIONALE 2013 umgesetzt werden und die entsprechenden Fördergelder erhalten.

Projektstandort:

Kommentare zu diesem Projekt

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rh,
13.09.2011 - 16:04 Uhr
Ich halte es für keine gute Idee den Weihnachtsbaumanbau als Aushängeschild der Region zu plazieren. An vielen Stellen ist nach meinem Empfinden das Landschaftsbild durch die großflächige Anlage von Weihnachtsbaumkulturen, vorsichtig gesagt, nachteilig verändert. Vielleicht ist die Bezeichnung verwüstet treffender. Ehemalige Waldflächen werden durch Vollumbruch, Stockrodung und fräsen bearbeitet. Der nachfolgende Anbau der Bäume erfolgt i.d.R. im Gatter und mit intensivem Pestizideinsatz. Damit sind die ökologischen Funktionen der ehemaligen Waldflächen vernichtet. Auch für die Erholungseignung der Landschaft sind die eintönigen Kulturen, meiner Ansicht nach, nur nachteilig.
A.Koch ( Südwestfalen Agentur ), Olpe
20.10.2011 - 10:30 Uhr

Ziel des Projektes Weihnachtsland ist es u.a., eine öffentliche Diskussion über die Weihnachtsbaumproduktion zu führen. Hierbei sollen die gesellschaftlichen Erwartungen aufgenommen und mit den produktionstechnischen Erfordernissen möglichst gut harmonisiert werden.Im übrigen sei darauf hingewiesen, dass die Produktion ganz überwiegend auf der Basis und im Rahmen bestehender Gesetze erfolgt.

Südwestfalentag 2011

Alle Informationen und Details zum 4. Südwestfalentag am 25. September 2011 in Lüdenscheid finden Sie hier. 

Südwestfalen Kompass

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