Kunst, Kultur und Kommunikation: Renaissance der Marktplätze
18.03.2010Sie waren der Entstehungspunkt der Städte, Zentren des städtischen Lebens, des Handels und der Politik: Marktplätze spielten für die Entwicklung unserer Städte eine herausragende Rolle – und sollen dies verstärkt auch wieder in Zukunft tun.
Das Projekt „Märkte in Südwestfalen – Miteinander Handeln“ der REGIONALE 2013 möchte historische Stadt- und Ortskerne in Südwestfalen beleben, attraktiver gestalten und die Marktplätze zu Begegnungs-, Kunst- und Kulturstätten aufwerten. Diese Idee wurde jetzt mit dem ersten von drei Sternen im Regionale-Prozess ausgezeichnet.
Die Marktplätze sollen wieder zu zentralen Anlaufstellen des städtischen Lebens werden. Derzeit sieht die Realität nämlich anders aus: Die Plätze liegen vielerorts ungenutzt brach oder dienen als Parkplatzfläche in der Innenstadt. Von dem Projekt könnten vor allem die Bewohner in den Städten und Gemeinden profitieren. Es bietet jedoch auch große Chancen für den Tourismus. Wer künftig sehenswürdige, erlebnis- und geschichtsreiche Stadt- und Ortskerne besuchen möchte, wird in Südwestfalen fündig.
Hinter der Wiedergeburt der Marktplätze steht die Regionalgruppe Südliches Westfalen der „Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW“. Zwölf Kommunen aus der Region sind derzeit Mitglied: Lippstadt, Soest, Werl, Arnsberg, Meschede-Eversberg, Schmallenberg, Hallenberg, Bad Berleburg, Bad Berleburg-Elsoff, Bad Laasphe, Freudenberg und Siegen. Mit Hilfe des Strukturförderprogramms REGIONALE 2013 möchten die Städte und Gemeinden nun künftig noch aktiver zusammenarbeiten, ihre Angebote besser miteinander vernetzen und weiterentwickeln. Ihre Arbeit gibt auch ein Beispiel, von dem andere Kommunen - auch ohne historische Altstädte - in Südwestfalen profitieren können.
Die „Märkte“ werden dabei als zentrales Thema dienen. Eine gemeinsame Broschüre soll entstehen, in dem Interessierte zum Beispiel die spannend aufbereitete Geschichte des jeweiligen Marktplatzes finden. Wer einen Überblick über Märkte und Veranstaltungen auf den Marktplätzen sucht, wird ebenfalls in diesem „Marktführer“ fündig. Auch städtebauliche Maßnahmen sind geplant, um die Attraktivität der Plätze zu steigern. Sie sollen wieder zu dem werden, was sie in der Vergangenheit waren: Anlaufstellen, Aushängeschilder und Anziehungspunkte der Städte.
„Mit diesem Projekt bietet sich die Möglichkeit, historische Altstädte noch ein Stück attraktiver zu machen – für Einwohner und Besucher. Die Marktplätze bieten dazu einen hervorragenden Ansatzpunkt. Dabei geht es nicht nur um Handel, sondern in erster Linie darum, Orte der Begegnung und der Kultur zu schaffen. Davon profitiert ganz Südwestfalen “, sagt Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.
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