Bernd Sommerfeldt - Chef mit 26 Jahren

Der gebürtige Iserlohner ist Restaurantleiter "Wilde Ente", ein Restaurant des VierJahreszeiten Iserlohn. Nach seiner Ausbildung in Dortmund und dem dualen Studium in Düsseldorf ist er ganz bewusst wieder in die Heimat zurückgekehrt. Warum er keinen Tag bereut, erzählt er uns im Interview...

Können Sie uns Ihren beruflichen Werdegang kurz schildern?


Die Wilde Ente ist ein Restaurant des VierJahreszeiten Iserlohn, hier bin ich als Restaurantleiter angestellt. Dass ich den Laden schmeißen kann, ist für mich etwas ganz Besonderes: Ich darf mit 26 das machen, worauf viele ihr ganzes Leben hinarbeiten. Zufall war das alles aber nicht, im Gegenteil. Ich kenne das VierJahreszeiten Iserlohn schon lange, habe hier als Praktikant angefangen. Weiter ging es über die Hotelfachschule WIHOGA in Dortmund (Wirtschaftsschulen für Hotellerie, Gastronomie, Handel und Dienstleistungen). Meine nächste Station war die IUBH in Düsseldorf, hier habe ich Tourismuswirtschaft im Dualen Studiengang studiert und hat mir eine gute Kombination aus Praxis im Betrieb und Theorie am Campus geboten. Irgendwann kam dann die große Chance, in der Wilden Ente als Restaurantleiter anzufangen.

Haben Sie sich bewusst für eine Karriere im VierJahreszeiten Iselohn entschieden? 


Ich habe mich ganz bewusst für eine Karriere im VierJahreszeiten-Team entschieden. Da ich durch und durch Iserlohner bin, sehe ich auch meine Zukunft hier in der Region. Es war also schnell klar, dass ich das Angebot, als Restaurantleiter in der Wilden Ente zu arbeiten, annehme. Über die Jahre ist das Vertrauensverhältnis zwischen meinem Arbeitgeber, der Familie Schlüter, und mir gewachsen - auf beiden Seiten. Diese Chance habe ich genutzt und keinen Tag bereut.

Was zeichnet aus Ihrer Sicht Ihren Arbeitgeber aus?


Das Inventar ist austauschbar - die Menschen hier nicht. Das Team ist durch die Wilde Ente schon sehr zusammengewachsen, muss ich sagen. Wir sind also nicht nur absolut mit Iserlohn verwurzelt, sondern auch untereinander. Und genau das haben wir unseren Chefs zu verdanken. Unser Arbeitgeber fördert und fordert uns ganz individuell, entsprechend kollegial und fast schon freundschaftlich ist das Verhältnis - ich würde es als flache Hierarchien bezeichnen. Der geordnete Rahmen erlaubt uns die Freiheit, kreativ an Projekte heranzugehen und zielgerichtet an einem Strang zu ziehen. Besonders schätze ich den respektvollen Umgang.

Was schätzen Sie am Leben & Arbeiten in Südwestfalen?


Iserlohn ist meine Heimat, in Südwestfalen fühle ich mich einfach wohl. Außerdem leben hier meine Familie und Freunde, dazu hat die Region auch kulturell einiges zu bieten. Ganz besonders mag ich die Menschen in Südwestfalen. Sie sind eigen, ja, aber wenn man sie einmal für sich gewonnen hat sind sie sehr liebevoll und offen. Die Arbeitgeber hier sind fair und korrekt, das gegebene Wort hat noch Bedeutung, ein Handschlag ist noch ein Handschlag und die Leistung wird entsprechend honoriert.

Was würden Sie jungen Menschen raten, die Schwierigkeiten haben, Ihren beruflichen Weg zu finden?


Schaut man sich Online-Profile in den sozialen Medien an fällt mir auf, dass es offenbar immer mehr darauf ankommt, was andere über einen denken. Alles ist toll, hübsch, schön und schnell lässt man sich von Bildern und Bedürfnissen beeinflussen, die man so nie hatte. Man vergisst vielleicht darauf zu achten, welche eigenen Ziele wirklich wichtig sind und verliert sich selbst aus den Augen. Meiner Meinung nach wird es Zeit, dass wir die eigenen Stärken sehen und auf sie vertrauen! Dann findet sich der berufliche Weg von ganz alleine, gleichzeitig bleibt man sich selbst treu. Natürlich kommt nichts von ungefähr, das alles erfordert harte Arbeit und Ausdauer. Hier ist mein Tipp: Dranbleiben und authentisch sein.


Liegt Ihnen sonst noch etwas auf dem Herzen?
Ich habe schon öfter gehört, dass der Arbeitsmarkt in NRW ganz generell den Ruf hat, schwierig zu sein. Die Arbeitslosigkeit sei hoch und Bewerbungen würden nur schlecht laufen. Das kann ich überhaupt nicht unterschreiben, von diesen Miesmachern sollte sich niemand unterkriegen lassen. Jeder hat es selbst in der Hand, wie es für ihn weitergeht. Wichtig dabei ist, dass der Job nicht alles ist und das soziale Umfeld im Vordergrund stehen sollte - das kann ich hier in Südwestfalen perfekt kombinieren. Der Spagat zwischen Karriere und Privatem kann für mich gelingen, weil ich Abstriche mache. Meine wirklichen Freunde und meine Familie unterstützen mich dabei, sie zeigen Verständnis, wenn ich beispielsweise in der Gastronomie am Wochenende arbeite. Über die Jahre habe ich gelernt, eine Ausgeglichenheit zu finden. Wie? Auch wenn sich das hart anhört: Ich habe mein soziales Umfeld auf die wirklich wichtigen Menschen reduziert, auf wahre Freunde, Familie und Freundin, und sie alle unterstützen mich in jeder Situation. Das gibt mir wiederum neue Kraft für den Job.

Herzlichen Dank für Ihr Engagement und Ihre Zeit.

Mehr Informationen zu diesem attraktiven Arbeitgeber finden Sie hier.

Quelle: Hotel VierJahreszeiten Iserlohn, Stand: 6.02.2018