Holz- und Forstwirtschaft - Die Branche

Die hohen Sägekapazitäten in Südwestfalen stellen ein ideales Umfeld für Forstbetriebe dar: das nachhaltig erntbare Nadelholz ist regional an eine leistungsfähige Industrie vermarktbar. Im Falle von Schwierigkeiten können Angebotsüberhänge von der regionalen Sägeindustrie zu einem nicht unerheblichen Teil aufgenommen werden und so einem Preisverfall beim Rohholz entgegenwirken.

Die Sägewerke in Südwestfalen sind fast ausschließlich inhabergeführte Unternehmen, die größtenteils seit Generationen existieren. Sie sind eng mit dem Rohstoff, dem Waldbesitz und der Region verbunden. Das Holzcluster ist nach und nach immer leistungsfähiger geworden. Der Holzbedarf ist gestiegen.

Anzahl an Unternehmen in der Branche in Südwestfalen
Eine Clusterstudie für NRW aus dem Jahr 2002 ging von knapp 300 Sägewerken in NRW aus.

Anzahl an Mitarbeitern insgesamt
Der Cluster Forst und Holz hat mit mehr als 250.000 Beschäftigten einen sehr hohen Stellenwert in NRW.

Wertschöpfung
Aufgrund der engen Abhängigkeit vom Rohstoff Holz liegt die Wertschöpfung des Clusters im Schwerpunkt in waldreichen Regionen. Der mit Abstand größte Anteil des Nadelrundholzes in NRW wird in Südwestfalen geerntet. Demnach ist es eines der „Kerncluster“ für Nadelholzbe- und Verarbeitung in Deutschland.  Neben den Forstbetrieben ist in Südwestfalen ein sehr hoher Anteil an industriellen Holzbe- und Verarbeitern vertreten, aber auch von diesen Wirtschaftszweigen abhängigen Branchen wie der Anlagen- und Maschinenbau.

Vergleichszahlen
Nach einer aktuellen Studie ist der Regierungsbezirk Arnsberg der Regierungsbezirk mit dem höchsten Nadelholzeinschnitt in NRW.  Der Einschnitt dieser sehr Leistungs- und wettbewerbsstarken Sägewerke liegt demnach bei über 3 Mio. Fm/ a. Schätzungen zufolge liegt die Anzahl der Betriebe bei mindestens 150. Der Umsatz der Sägewerke dürfte zusammen mit den fachlich verbundenen Betriebsteilen die 500 Millionen-Marke überschreiten.


Wussten Sie schon, dass...

...die Nadelholzsägeindustrie im HSK erheblich mehr Holz verarbeiten kann, als NRW nachhaltig zur Verfügung stellen kann? Die deutlich mehr als 50 Sägewerke im HSK können mit über 1,5 Mio. Fm Jahreskapazität also einen erheblichen Anteil des Nadelstammholzes in NRW weiterbearbeiten.

Stand 2010, Quelle: Mantau, U./ Döring, P. (2012), Standorte der Holzwirtschaft – Holzrohstoffmonitoring, S. 44, Uni Hamburg

 

Übrigens: Organisiert ist diese Branche u.a. in der "German Softwood Network GmbH".

Quelle: Stand: 2012