Technologiescouts in Südwestfalen

Der Brückenbau zwischen Hochschulen und Unternehmen wird aktiv umgesetzt: Die Technologiescouts Südwestfalens vermitteln Kontakte und stehen als Ansprechpartner zur Verfügung. 

Das Ansinnen, Wirtschaft und Wissenschaft enger miteinander zu verknüpfen, wird in Südwestfalen seit 2010 gelebt: Zwei „Technologiescouts“, Diplom-Ingenieur Andreas Becker (Neuenrade) und Dr.-Ing. Hans-Joachim Hagebölling (Meschede), kümmern sich darum, technologische Problemstellungen und Bedürfnisse in Unternehmen zu ermitteln, um dann gezielt Lösungen zu erarbeiten. 

Ein Beispiel: Ein Unternehmen möchte ein neues Produkt auf den Markt bringen, das komplexe Entwicklungsarbeit und moderne Technologie erfordert. Der Betrieb verfügt jedoch über keine eigene Forschungsabteilung. Die Technologiescouts stellen gezielt Verbindungen her zu den Experten in der Region: zu Instituten, Netzwerken oder Hochschulen. In der Praxis hat sich das Projekt als sehr tragfähig erwiesen, mehr als 350 Unternehmen wurden bereits besucht, bei über 200 davon wurden Projektlösungen angestoßen. „Es ist eine sehr gute Idee, Unternehmen mit ‚Problemlösern’ aus Hochschulen und Forschungsinstituten zusammenzubringen. So können wir in Südwestfalen die regionalen Potenziale bündeln und uns noch stärker als Innovationsregion positionieren“ sagt auch Prof. Dr.-Ing. Erwin Schwab, Vizepräsident für Forschung und Technologietransfer der FH Südwestfalen.

Ihre Ansprechpartner: 

 

Dipl.-Ing. Andreas Becker
Mobil: 0172-6909383
E-Mail: becker@transferverbund-sw.de

Dr.-Ing. Hans-Joachim Hagebölling
Mobil: 0172 6936417
E-Mail: hageboelling@transferverbund-sw.de

Weitere Informationen:

Transferverbund Südwestfalen: http://www.transferverbund-sw.de/

 

Hintergrund: 

Kunststoffingenieur Andreas Becker und Gießerei-Ingenieur Hans-Joachim Hagebölling sind seit 2010 als Technologiescouts in den heimischen Unternehmen unterwegs. Sie knüpfen gezielt Kontakte zu kompetenten „Problemlösern“ der regionalen Hochschulen und Institute. So werden die Partner aus Wirtschaft und Forschung zusammengebracht, um innovative Ideen schnell und effizient umzusetzen. Sie kooperieren dabei mit den Clustermanagern der Netzwerke Maschinenbau, Automotive, Gebäudetechnik und Gesundheitswirtschaft. So können zum Beispiel aktuelle technologische Verfahren – ggfs. auch Cluster übergreifend – gezielt zur Lösung betrieblicher Herausforderungen eingesetzt werden.

Die Idee entstand 2010 im Zuge der Regionale 2013 aus der Erkenntnis: Wer schnell und in kurzen Zyklen neue Produkte entwickelt und über strukturierte Prozesse verfügt, liegt im internationalen Wettbewerb vorn. Bei der Umsetzung guter Ideen gewinnt der unmittelbare Zugriff auf Wissen und Methoden deshalb stetig an Bedeutung. Weil allerdings nicht jedes kleine und mittlere Unternehmen über die personellen und finanziellen Ressourcen im Wettbewerb um Innovationen verfügt, entstand ein Transferverbund als Träger des Technologiescoutings. Die Industrie- und Handelskammern Arnsberg und Hagen, die Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Kreise Soest, Hochsauerland und des Märkischen Kreises sowie die Fachhochschule Südwestfalen und die Hochschule Hamm-Lippstadt finanzieren und begleiten dieses Projekt gemeinsam.

Mehr Informationen: www.transferverbund-sw.de

Die Idee ist auch ein Ergebnis der verstärkten Zusammenarbeit zwischen den südwestfälischen Kernbranchen. Die Unternehmen der Region verfügen über herausragende Kenntnisse in den Bereichen Automotive, Metall- und Maschinenbau, Gebäudetechnik und Werkstofftechnologien. Darüber hinaus sind Branchen wie die Gesundheits- oder die Holzwirtschaft erfolgreich gewachsen und bieten somit große Entwicklungs-Chancen für Südwestfalen. Fast in allen genannten Bereichen sind in den vergangenen Jahren Netzwerke und gemeinsame Initiativen entstanden. Mehr als 300 Unternehmen sind allein im Automotive Netzwerk Südwestfalen organisiert.

Übrigens: Mehr Infos zu den spannenden Projekten der Regionale 2013 gibt es hier.
 

Quelle: Gesellschaft zur Wirtschafts- und Strukturförderung im Märkischen Kreis mbH (GWS) / Marcel Krings //Stand: August 2016