Uni Siegen forschungsstark

Die Universität Siegen schärft ihr Profil in der Forschung, vor allem in den Ingenieurwissenschaften. Das hat der neu veröffentlichte „Förderatlas 2015“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) bestätigt. Der Förderatlas zeigt mit Zahlen, Daten und grafischen Darstellungen die Forschungsleistungen von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland auf. Im Wissenschaftsbereich „Ingenieurwissenschaften“ ist die Universität Siegen unter den forschungsstärksten deutschen Hochschulen (Top 40) und damit hervorragend positioniert. Die Gesamtzahl der geförderten Universitäten und Fachhochschulen im Förderatlas beträgt 210.

 

Der Förderatlas listet Rankings anhand der Summe von DFG-Drittmittel-Bewilligungen auf. Drittmittel sind Fördergelder für Forschungsvorhaben, die von „Dritten“ außerhalb der Grundfinanzierung der Länder zur Verfügung gestellt werden. Allein an DFG-Bewilligungen konnte die Universität Siegen von 2011 bis 2013 insgesamt 22,8 Millionen Euro einwerben. Neben der DFG fördern auch die Europäische Union, das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) oder Stiftungen die Forschung in Siegen.

 

Mit diesen Geldern hat die Universität zusätzliche Stellen für Professoren und Mitarbeiter geschaffen, die Stadt und Region zu Gute kommen. Dadurch entstanden insgesamt 335 Arbeitsplätze. Neue Kolleginnen und Kollegen erhöhen zudem die Forschungsqualität an der Universität Siegen, erleichtern die interdisziplinäre Zusammenarbeit und verbessern das Angebot für Studierende.

 

Im Ranking der Hochschulen mit den höchsten DFG-Bewilligungen für 2011 bis 2013 im Wissenschaftsbereich „Ingenieurwissenschaften“ schneidet die Uni Siegen mit Platz 29 (11,7 Millionen Euro) sehr gut ab. Noch besser ist die Einstufung im Ranking der Drittmittel-Bewilligungen pro Wissenschaftler. Hier geht es um die Summe der Bewilligungen gemessen an der Anzahl der Wissenschaftler, die Universität Siegen belegt Platz 27. „Wir haben in dieser Kategorie bessere Werte erzielt als prominente Institutionen wie die Universität Stuttgart (Platz 29) oder die TU München (Platz 33). Über diese sehr positive Positionierung in den Ingenieurwissenschaften freuen wir uns sehr“, sagt Prof. Dr. Peter Haring Bolívar, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs.

 

Ein Erfolg für die Universität Siegen ist außerdem die hervorragende Attraktivität als Gasthochschule für internationale Wissenschaftler. Der Förderatlas bestätigt dies durch die Zahlen der Stipendienprogramme der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Stipendiaten können ihre Hochschule frei auswählen, die Anzahl der ausländischen Wissenschaftler beweist die Attraktivität des Standorts. In den Ingenieurwissenschaften ist die Universität Siegen bei der AvH und dem DAAD unter den 20 besten Standorten in Deutschland platziert.