Von wegen tote Hose: Südwestfalen positioniert sich in Berlin als starker, ländlicher Raum

Ländlich, wirtschaftsstark, vernetzt, innovativ – mit diesen Attributen ist Südwestfalen weit entfernt vom Klischee des klassischen „Ländlichen Raums“. Darauf macht die Region nun – einmal mehr - an passender Stelle aufmerksam: Auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in Berlin präsentiert sich Südwestfalen vom 19. bis 28. Januar gemeinsam mit der Ems-Achse und dem Nordschwarzwald als starke, ländliche Region und stellt spannende Modellprojekte der Region zum Anfassen vor. Die Einladung zur IGW erfolgte dabei von höchster Stelle: Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sieht in Südwestfalen innovative Ansätze der regionalen Entwicklung beispielhaft verwirklicht und schätzt die besondere Tatkraft der Region.  

„Wir möchten auf der IGW zum Perspektivwechsel einladen“, so Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH. „Der Einladung des Ministeriums, uns als visionäre und zupackende Region hier vorzustellen, sind wir selbstverständlich gerne gefolgt. Dabei denken und handeln wir vernetzt, nicht nur in Südwestfalen, sondern auch darüber hinaus: Bundesweit gibt es noch weitere sehr starke Wirtschaftsregionen, die ländlich geprägt sind – deswegen präsentieren wir Südwestfalen hier gemeinsam mit der Ems-Achse und dem Nordschwarzwald.“ Im Schulterschluss der drei Regionen wird auf der IGW am Gemeinschaftsstand „Land. Stärker als Du denkst“ in diesem Sinne gezeigt, wie notwendig ein differenzierter Blick auf die ländlichen Regionen in Deutschland ist.
                          
„Wir laden zum Gespräch ein, zum Staunen und Diskutieren“, ergänzt Dr. Stephanie Arens, Leiterin des Bereich Regionale Entwicklung der Südwestfalen Agentur GmbH. „Für uns ist es eine tolle Auszeichnung, dass das Bundesministerium uns als Region Südwestfalen gezielt hierhin eingeladen hat; als Mutmacher-Beispiel mit klarer Vision und spannenden Projekten, die auch andere ländliche Regionen inspirieren können und zum Umdenken einladen. Die arme Provinz, der abgehängte ländliche Raum – das sind Kategorien, die einfach nicht zu Südwestfalen als drittstärkster Industrieregion in Deutschland passen!“

Jugendkonferenz UTOPiA stellt sich als Modellprojekt vor

Ein konkretes Projektbeispiel aus Südwestfalen, das auf der IGW vorgestellt wird, ist dabei „UTOPiA Südwestfalen“, die von der Südwestfalen Agentur initiierte Jugendkonferenz und Denkwerkstatt für Südwestfalen. Bisher zweimal erfolgreich durchgeführt wird UTOPiA als bundesweites Modellprojekt in den nächsten Jahren beispielhaft zeigen, wie junge Menschen in regionale Entscheidungsprozesse, z.B. auch die der REGIONALE 2025, erfolgreich eingebunden werden können.  „Es ist uns wichtig, die Entwicklung der Region gemeinsam mit jungen Menschen zu gestalten“, so Hubertus Winterberg und Dr. Stephanie Arens. Entscheidend für die Zukunft sei schließlich auch, die Region „aus dem Blickwinkel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu sehen und sie einzuladen, Südwestfalen mitzugestalten. Das können wir mit UTOPiA erreichen“, sind beide überzeugt.

Rückkehrer-Projekt HEIMVORTEIL lädt zur Diskussion ein

Als beispielhaft in die Praxis umgesetzte Idee wird zudem das südwestfälische Pilotprojekt HEIMVORTEIL HSK in besonderer Art und Weise auf der IGW präsentiert. Kernstück des Projekts, das in enger Zusammenarbeit zwischen dem Regionalmarketing der Südwestfalen Agentur und der Wirtschaftsförderung des Hochsauerlandkreises realisiert wird: Ein Rückkehrer-Netzwerk für gebürtige Sauerländer und Sauerländerinnen. Dieses ebenfalls vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt lenkt auf dem Messestand den Blick der Besucher auf die beruflichen Möglichkeiten sowie privaten Vorteile in der Region. Ein Gewinnspiel im Quiz-Duell-Stil namens „Rätseldingenskirchen“ lädt Interessierte ein, sich spielerisch mit der Region zu beschäftigen. Ein weiterer Baustein wird der Austausch mit jungen Berliner Schülern sein. „ Wir wollen mit jungen Menschen ins Gespräch kommen und die Vorteile der ländlichen Region diskutieren und näher bringen“, so Frank Linnekugel, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Hochsauerlandkreis.

Hubertus Winterberg in Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung berufen

Die gestiegene Wahrnehmung Südwestfalens im politischen Berlin wurde dabei jüngst in besonderer Form unterstrichen: So wurde Hubertus Winterberg, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur GmbH jetzt als Mitglied in den Sachverständigenrat Ländliche Entwicklung (SRLE) beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) berufen. Der 12-köpfige Sachverständigenrat setzt sich laut BMEL aus Persönlichkeiten zusammen, die aufgrund ihrer ehrenamtlichen bzw. beruflichen Tätigkeiten oder Funktion über besondere Expertise bezüglich der Entwicklung ländlicher Regionen verfügen. Die Experten begleiten die Politik des BMEL im Bereich der ländlichen Entwicklung und geben Stellungnahmen, Einschätzungen und Empfehlungen ab. Für die Region Südwestfalen bedeutet die Berufung Winterbergs gleichermaßen Meilenstein und Chance – mit Blick auf das, was in den letzten Jahren bereits für die erst 2007 gegründete Region Südwestfalen erreicht wurde, und das, was die Region sich für die nächsten Jahre vorgenommen hat.

Hintergrund: Als regionale Entwicklungsgesellschaft bündelt die Südwestfalen Agentur die Kräfte von Wirtschaft und Politik zur wettbewerbsfähigen Positionierung der Region im Vergleich zu anderen Standorten. Seit 2012 setzt sie mit ihren Gesellschaftern Hochsauerlandkreis, Märkischer Kreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen-Wittgenstein, Kreis Soest und „Wirtschaft für Südwestfalen e.V.“ das Regionalmarketing um. Im Bereich der regionalen Entwicklung arbeitet sie in enger Abstimmung mit den 59 Städten und Gemeinden an Zukunftskonzepten für Südwestfalen und setzt innovative Projekte um. Sie steuerte alle Aktivitäten im Rahmen der REGIONALE 2013 in Südwestfalen und wird dies auch bei der bevorstehenden REGIONALE 2025 übernehmen.


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Quelle: Südwestfalen Agentur, Stand: 18.01.2018