Digitaler Brunch mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern in Südwestfalen

25 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Südwestfalen haben sich eingeklinkt beim "Digitalen Bürgermeister*innen-Brunch" der Südwestfalen Agentur. Im Fokus stand das Thema "Bürgerbeteiligung und Partizipation". Wie können Bürgerinnen und Bürger klug eingebunden werden, um gemeinsam an Herausforderungen in den Orten und Ortsmitten zu arbeiten? Dazu haben die Teilnehmenden gute Praxis-Beispiele kennengelernt – und erfahren, welche Chancen die REGIONALE 2025 bietet.

Wurst, Kaffee, Brot, Fisch, Honig, Saft, Bier und Käse – alles stand in digitaler Form auf dem Frühstückstisch beim Bürgermeister*innen-Brunch der Südwestfalen Agentur. Die gezeichneten Lebensmittel wurden genutzt, um Probleme in den Städten und Gemeinden zu beschreiben. Wo muss Butter bei die Fische? Wo geht es um die Wurst? Das Veranstaltungsformat dient dazu, sich zu einem Thema mit den kommunalen Oberhäuptern auszutauschen und die Vernetzung in der Region zu stärken. Normalerweise an einem echten Tisch, nun eben digital. Kernthema des Treffens: Partizipation und Bürgerbeteiligung.

Im ersten Teil berichteten die Teilnehmenden über die größte Herausforderung in der eigenen Kommune: Einkaufs- oder Industriebrachen beleben, den Radverkehr ausbauen, die Innenstadt und Gastronomie stärken, die Aufenthaltsqualität erhöhen – all dies treibt die Stadt- und Gemeindeoberhäupter an. Nicht nur, aber auch mit besonderem Blick auf Corona. Und wohl wissend, dass sich Anforderungen an das Leben in den Innenstädten und Quartieren rasant ändern. Gerade deshalb scheint es wichtig, sich mit den Themen Partizipation und Bürgerbeteiligung auseinanderzusetzen. 

„Ein Projekt gelingt dann besonders gut, wenn schon sehr früh viele Personen und unterschiedliche Interessensvertreterinnen und -vertreter eingebunden werden“, sagt Eva Borgmann, die in der REGIONALE 2025 als Projektmanagerin Vorhaben aus den Bereichen Digitale Mitten und Smart Living betreut. „Das bietet die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Es macht daher beispielsweise Sinn, Quartiere gemeinsam mit den Menschen zu entwickeln, die die dort leben, wohnen und arbeiten sollen. Das erhöht die Akzeptanz.“

Die Menschen zu mobilisieren, mit- und ernst zu nehmen, spielt in der REGIONALE 2025 eine große Rolle. Wie geht das? Möglichst kreativ? Das interessierte auch die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Etliche gute Beispiele innerhalb und außerhalb Südwestfalens zeigte das Büro nonconform. Das Büro für Architektur und partizipative Entwicklung aus Österreich ist spezialisiert auf kreative Beteiligungsprozesse.

Gemeinsam mit der Stadt Bad Berleburg installierten sie beispielsweise einen Bürgerrat, der an der Umgestaltung des zentral gelegenen Goetheplatzes mitarbeitet. Bei den Kommunen „Oben an der Volme“ tourte ein Ideenmobil vier Tage durch die Kommunen Herscheid, Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle. In anderen Orten wurden Studierende eingebunden und Kunst und Kultur mit Stadtentwicklung zusammengebracht. Alle Aktionen verfolgen ein Ziel:  Sie schaffen Aufmerksamkeit, nehmen Meinungen aller Interessierten ernst und suchen nach der besten städtebaulichen, planerischen und gesellschaftlichen Lösung. Dafür setzt nonconform auf digitale wie analoge Ideenwerkstätten, bei der Menschen auf Augenhöhe zusammenkommen.

„Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister haben heute viele Impulse erhalten, die sie mitnehmen können in ihre Stadt und Gemeinde. Die REGIONALE 2025 bietet die Möglichkeit, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern Beteiligung zu einem kreativen und transparenten Prozess zu machen. So entstehen am Ende Lösungen, die zum Charakter der Menschen, Dörfer und Städte in Südwestfalen passen“, sagte Dr. Stephanie Arens, Leiterin der REGIONALE 2025 bei der Südwestfalen Agentur.

Quelle: Bild: Südwestfalen Agentur GmbH