Gregor Stapper ist mit Keks-Kreator bei der IHM in München

Anfang März findet in München die IHM, die Internationale Handwerksmesse statt. Sie ist alljährlich das Messe-Highlight für das deutsche Handwerk. Entsprechend groß ist die Resonanz in den Medien und auch die Vertreter aus der Politik, vom „einfachen“ Abgeordneten bis hinauf zur Bundeskanzlerin machen dem Handwerk ihre Aufwartung. In diesem Jahr steht auf der Handwerksmesse der Sonderbereich „Land des Handwerks“ besonders im Rampenlicht. Mit dabei ist auch ein Aussteller aus Südwestfalen, über den das Deutsche Handwerksblatt (DHB) im vergangenen Jahr bereits berichtete. Bäckermeister Gregor Stapper zeigt dort erstmals auf einer großen Messe seine Erfindung: den Keks-Kreator. Bevor er sich auf den Weg nach München-Riem auf das Messegelände machte, hat ihm das Deutsche Handwerksblatt ein paar Fragen gestellt...

Im vergangenen Jahr hat das DHB über Ihre Geschäftsidee, den Keks-Kreator, berichtet. Anfang März präsentieren Sie sich nun auf der Internationalen Handwerksmesse IHM in München. Dort mitzumachen ist ein schöner Erfolg. Nur rund ein Dutzend Betriebe wurde für den Sonderbereich „Land des Handwerks“ zugelassen. Wie fühlen Sie sich bei dem Gedanken, dort vertreten zu sein?
Ich freue mich natürlich total und bin sehr geehrt. Auf der anderen Seite hoffe ich natürlich auch, den hohen Erwartungen an so einen professionellen Auftritt gerecht werden zu können. Das wird unser erster Messeauftritt in dieser Größenordnung. Aber ich freue mich, dass mein kleines Start-Up seit Beginn des Jahres Zuwachs bekommen hat. Frau Kurtz unterstützt mich als Marketing- und Vertriebsleiterin tatkräftig auf der Messe und bei den Vorbereitungen. Wir sind aufgeregt aber auch gespannt und voller Tatendrang.

Das Motto auf der Sonderschau lautet in diesem Jahr „Handwerk: Die nächste Generation – Wir zeigen, was kommt.“ Mit dem Keks-Kreator haben Sie es geschafft, ein Alltagsprodukt zu individualisieren und zu personalisieren. Jeder Kunde kann kreativ werden. Wird das im Bäckerhandwerk Schule machen? Können Sie sich weitere Produkte vorstellen?
Im Bäckerhandwerk gibt es schon lange Individualisierungen und Personalisierungen – man denke nur an Hochzeitstorten oder Torten zur Kommunion/Taufe mit Namen etc. Kreativ konnten die Kunden hier also schon länger werden. Ein Torten-Konfigurator wäre auch online denkbar, nur der Transport gestaltet sich bei so empfindlicher Ware schwierig. Doch man könnte auch in eine andere Richtung gehen und sich online sein eigenes Brot kreieren (welche Getreideart, Körner, etc.) und dies gebacken oder als Backmischung nach Hause geliefert bekommen. Das waren nur zwei spontane Ideen, man könnte bestimmt noch mehr aufgreifen.

Traditionell macht auch die Bundeskanzlerin beim Besuch der Münchener Handwerksmesse nach dem Spitzengespräch der Deutschen Wirtschaft Station beim Land des Handwerks. Was bereiten Sie dafür vor? Merkel-Kekse? GroKo-Kekse? Oder darf die Bundeskanzlerin selbst Kekse kreieren?
„Für Mutti“-Kekse wurden schon öfter bestellt, da wären wir also schon vorbereitet. Aber natürlich wird Frau Merkel die Chance bekommen, sich ihren eigenen Keks zu gestalten. Ansonsten werden wir an unserem Stand CDU Kekse und den Bundesadler in Butter-Vanille für sie reservieren. Aber auch die anderen Parteien werden bei uns Kekse finden, man weiß ja nicht, wer noch so rumkommt. Wir sind da flexibel.

Gäbe es noch das Königreich Bayern und Kurköln, wo die Wittelsbacher aus München bekanntlich oftmals den Kurfürsten/Erzbischof stellten, würden Sie zur Handwerksmesse dann „Kini-Kekse“ mit Ludwig II. backen?
Für den Märchenkönig würden wir natürlich Schloss Neuschwanstein auf den Keks backen. Irgendwas sagt mir, dass der bekannte Kunstliebhaber, helle Freude an unseren Keksen gehabt hätte.

Was haben Sie sich Besonderes für Ihren Messeauftritt in München einfallen lassen?
Neben unseren individuellen Keksen, die natürlich thematisch angepasst werden, werden wir auch unseren heiß geliebten Back-Truck präsentieren. Einen fast 70 Jahre alten Opel-Blitz, der im ersten Leben als Feuerwehrauto genutzt wurde und heute unsere Kekse beheimatet. Dank eines integrierten Steinbackofens, können wir vor Ort sogar frische Kekse backen.

Das Gespräch im Vorfeld der Internationalen Handwerksmesse führte Markus Kluft.

Quelle: Handwerkskammer Südwestfalen, Stand: 28.02.18, Foto: Markus Kluft